In Bobo checken wir wieder im casa africa ein, wo wir auch
bei unserem letzten Aufenthalt standen. Hier treffen wir auf Oliver (sein
französischer Name) - ein sehr
sehr sympatischer und ehrlicher Kerl... Ich wollte ihn eigentlich nur fragen,
ob er uns ein Taxi in die Stadt bestellen kann, da wir Einkäufe erledigen
müssen. Er bietet sich sofort an uns mit seinem Auto in die Stadt zu bringen.
Er lässt uns beim Markt raus und ich frage ihn, was er bekomme. Er meinte es
ist ok, er will kein Geld! Wow.
Später treffen wir ihn wieder und er lädt uns zum Dorf seiner Mutter
ein, wo am Sonntag ein Maskenfest stattfinden wird. Wir sind so happy, dass wir
mit ihm mitkommen dürfen um das Fest zu sehen. Am nächsten Tag kommt er gegen
Mittag und wir fahren mit ihm zum ca. 10 km entfernten Dorf „Logo Fouroussou“
Wir können mit Schlumpf dort am Platz der Schule übernachten. Er macht mit uns
eine obligatorische Dorfrunde, um uns den Leuten zu zeigen...
Später gehen Till und ich noch zum Dorfchef, der gerade auf
ein paar Bier in der Bar sitzt und dabei wahrscheinlich wichtige Geschäfte
erledigt (so viele Unterschiede zu Österreich gibt’s gar nicht) Wir bedanken
uns bei ihm für die Gastfreundschaft und quatschen noch etwas
über Korruption in Afrika. Natürlich ist Burkina dabei ausgenommen – es wird
nur über andere Länder gesprochen!
Den restlichen Tag werden wir noch von unzähligen Kindern
begafft und von neugierigen Dorfbewohnern begrüßt.
Am folgenden Tag, am Sonntag, 28. April findet dann das Maskenfest statt.
Maskenfeste finden in Bobo und den umliegenden Dörfern anlässlich "großer Beerdigungen" statt sowie vor dem Einsetzen der Regenzeit und dem Bestellen der Felder im April/Mai. Man unterscheidet verschiedene Masken, weiße, bunte, solche, die nur tagsüber rauskommen, andere nur nachts, es gibt Masken, die schlagen und andere, die wild tanzen, zum Teil wirklich akrobatisch, mit Überschlag, etc. Streng geheim gehalten wird der Träger der Maske, der Tänzer, er darf nicht erkannt werden.
Das Fest, welches wir sehen ist ein Fest vor dem Einsetzen der Regenzeit und dem Bestellen der Felder und es findet gottseidank ohne den schlagenden Masken statt (das kann mitunter sehr gefährlich werden)
Bereits am frühen Morgen ist das ganze Dorf in Aufruhr. Essens- und Getränkeständer werden aufgebaut, es wird
gekocht, Cider gesoffen und die Leute schmeissen sich in schöne Gewänder. Gegen Mittag sollen
dann die Masken tanzen... wobei sich alle auf einem Platz versammeln und sich
im Kreis aufstellen... Die Stimmung, die dann aufkam, als die Masken eintrafen,
kann ich leider nicht in Worte fassen. Es war ein einmaliges,
beeindruckendes und aufregendes Erlebnis für uns, das wir wohl nie wieder vergessen
werden...
| Dorfrunde in Logo Fourossou |
| Kinderbaum |
| ein akrobatischer Überschlag |
| Die Trommler (in den weißen Röcken) rufen die Masken zum Tanzen auf |
| auch Kinder tanzen manche Masken |




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen