"Man reist nicht nur um anzukommen,
sondern vor allem, um unterwegs zu sein."

(Goethe)

21.04.2013

Togo: von Lomé nach Klouto



Beim Grenzübergang Benin - Togo war nichts zu bezahlen, wir trafen auf keine unfreundlichen Beamten – im Gegenteil! Und das Carnet wurde ohne geringste Zweifel ausgefüllt und abgestempelt!
In einer halben Stunde waren wir mit allem fertig und konnten fahren. Entlang der Küste geht es direkt in die Hauptstadt von Togo, Lomé, wo wir sogleich einen großen Supermarkt ansteuern, wo wir jeglichen europäischen Müll einkaufen und unsere Vorräte aufstocken. Luxus ist manchmal echt toll!
In Lomé nächtigen wir in der Auberge einer Schweizerin „chez Alice“ um 3 Euro pro Nacht. Feines Plätzchen! Leider erwischt mich in der ersten Nacht der Durchfall und mir ist speiübel. Kann die ganze Nacht kein Auge zumachen und muss ständig aufs Klo. In den nächsten beiden Tagen kuriere ich mich aus und nehme mir ein Zimmer, wo es kühler und angenehmer zu schlafen ist als im LKW. Währenddessen kümmert sich Till um die alltäglichen Sachen, die erledigt gehören: Gasflasche befüllen, Ölwechsel, Bargeld besorgen...
Am 16. April geht es mir besser und wir verlassen Alice. In Lomé machen wir noch einige Besorgungen: Spezialfett, Getriebeöl und Fettpresse. Danach geht es weiter nach Norden, nach Kpalime. Das Grün der vielen Pflanzen dort erschlägt einem fast, ebenso die Luftfeuchtigkeit von über 80 %. Es ist Regenzeit im Süden von Togo!
Kpalime und die Umgebung liegen auf 700 – 900 Meter und dort ist es wirklich sehr angenehm kühl und echt gut zum aushalten. Im tropischen Regenwald wachsen zahlreiche Bananenbäume, Palmen, Kakao- und Kaffeebäume. Die Gegend lebt vom Kaffee- und Kakao und weil wir noch nie die Früchte dieser Bäume live gesehen haben, besichtigen wir dort eine Plantage. Die Besitzer, ein Mann mit seiner Frau, führen uns auf der Plantage herum, erklären uns ihre Arbeit (die wird von Hand verrichtet) lassen uns die Früchte kosten und schenken uns einen Sack ihres natürlichen Kaffees. Als wir ihm sagen, dass wir zum ersten Mal in unserem Leben die Früchte des Kakaobaums sehen, glaubt er uns kaum. Er war sehr erstaunt und lacht, als ich ihm sage, dass wir den fertigen Kakao einfach im Supermarkt kaufen können. Die heutige Nacht verbringen wir an einem Wasserfall in der Nähe von Kpalimé, wo wir von Felsen und tropischem Urwald umgeben sind.
Am nächsten Tag brechen wir auf zum angeblich schönsten Ort in ganz Togo, nach Klouto (741m), ein Ort an der Grenze zu Ghana. Die Straße schlängelt sich in Serpentinen durch Urwald hinauf, bis man einen wunderbaren Ausblick auf die Ebene von Kpalimé genießen kann. Ganz oben gibt es eine Auberge, welche früher ein deutsches Hospital war, wo wir heute die Nacht verbringen. Am Abend unternehmen wir noch einen Spaziergang zu einer Anhöhe, von wo aus man bis nach Ghana und auf den Voltau-See sehen kann. Beim Rückweg beginnt es heftig zu regnen und wir kommen durchnässt beim LKW an. Ein Traumklima in einer Traumgegend! 

Lomé 



man gönnt sich ja sonst nix

schweizer Staumtisch bei chez Alice

am Weg nach Kpalimé

wir holen uns Infos über die Gegend Kpalimés

Schlumpf im Regenwald
auf der Kaffee- und Kakaoplantage

Die Frau wollte unbedingt von mir fotografiert werden! 

ungeröstete Kaffeebohnen - naturell
Kakaofrucht aus der die Kakaobohne gewonnen wird

getrocknete Kakaobohnen

der Ort Kpalimé - schaut aus wie im Mühlviertel!


so sehen die Häuser in dieser Gegend aus

unser Stellplatz am Wasserfall


am Weg nach Klouto

Missahoé in Klouto


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