Am 18. April fahren wir wieder zurück nach Kpalimé. Von dort
aus geht es weiter in den Norden über eine traumhafte Piste (ca. 120 km) nach
Badou. Da es die letzten Tage viel geregnet hat, war die Piste teilweise
schlammig und Schlumpf durfte sich das erste Mal durch aufgeweichte
afrikanische Erde kämpfen. Wir fahren durch eine ausgesprochen schöne
Landschaft mit wundervollem Ausblick von der Danyi Hochebene auf den Regenwald, wir fahren durch hübsche Dörfer, mit romantischen Hütten und freundlichen Menschen. Manchmal mussten sich die Leute auf der Straße in den Busch
werfen, um uns auszuweichen. Die Straßen waren teilweise so eng, dass wir
gerade noch durchpassten. Erst am Abend kommen wir – völlig schlammig in Badou
an. Die letzten 12 km mussten wir auf der „asphaltierten Hauptstraße“ fahren,
wofür wir fast 2 Stunden brauchten. Das war keine Straße mehr, sondern ein
schweizer Käse. Sie bestand quasi aus Schlaglöchern, wobei eines größer war als
das andere. Zum Übernachten stellten wir uns in Badou auf den Platz vor einer
Kirche. Am nächsten Tag wollten
wir eigentlich zu den Wasserfällen, 10 km südlich von Badou, die ebenfalls auf
einer Piste zu erreichen sind. Die Piste war aber teilweise so schlammig und
wir mussten einige Wasserdurchfahrten bewältigen, sodass wir nur sehr langsam
vorankamen. Nach ca. 5 km lag dann auch noch ein Mann mitten auf der Piste, der
wohl nicht mehr aufstehen konnte. Könnte ein Unfall gewesen sein. Keine Ahnung.
Jedenfalls stehen wir so vor ihm und überlegen, was wir tun sollten, als uns
auch schon ein Auto überholte, vor uns stehen blieb und die Männer ausstiegen.
Wir dachten, sie helfen dem Mann und nehmen ihn mit. Nein, sie gehen zu ihm
hin, packen ihn und werfen ihn einfach auf den Rand der Piste ins hohe Gras.
Sie stiegen ein und winkten uns, dass wir jetzt vorbeifahren können.
Nach diesem Erlebnis haben wir beschlossen kehrt zu machen,
wir wollten nicht mehr zu den Wasserfällen. Wir blieben noch mal bei dem Mann
stehen, ich gab ihm Wasser und fragte ihn, ob ich ihm helfen könne. Am Rückweg
kam uns auch schon ein Krankenwagen entgegen. Ich hoffe, sie haben ihn abgeholt
und ihm helfen können...
Wir fuhren also die Schlammpiste wieder zurück nach Badou
und machten uns auf in die 80 km entfernte Stadt Atakpamé. Da wir wussten, wie
die Straße die ersten 12 km ist, planen wir gleich los zu fahren, wir wollen ja
am selben Tag noch dort ankommen. Dieser Tag sollte unser schlimmster werden...
Für die 80 km brauchen wir geschlagene 6 1/2 Stunden. Eine
Hauptstraße, „asphaltiert“, die einzige Verbindung zu der Stadt Badou, die auch
LKWs fahren müssen. Sowas hab ich noch nicht gesehen. Ein einziger Teppich,
voller tiefer Schlaglöcher. Es war fürchterlich, wir kamen kaum voran, der
Tacho zeigte nicht mal eine Geschwindigkeit an, so langsam mussten wir fahren.
Dabei überholten uns auch noch wahnsinnige Mopeds und Autos und von den
entgegenkommenden LKWs will ich erst gar nicht erzählen...
Völlig fertig erreichen wir am Abend Atakpamé und finden
gottseidank schnell einen Stellplatz bei einem Hotel. Essen – Bett – Tag
vergessen!
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| Am Weg von Kpalimé zur Regenwaldpiste |
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| ein Dorf auf der Danyi Hochebene |
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| Frauen holen Brennholz |
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| ein asphaltiertes Pistenstück |
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| eine Kirche |
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| ein Dorf irgendwo auf der Hochebene |
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| schlamm schlamm schlamm |
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| Einstieg in die Piste zu den Wasserfällen |
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| rutschige Schlammpassage |
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| Ein Kolonialhaus mitten in der Pampa |
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| und so beginnt unsere Schweizer Käse Piste, das Interesse am Fotografieren hat dann schlagartig aufgehört! |
heeey ihr lieben!!! wo seid ihr, hab scho wieda a paar tage nix gehört, gelesen, gesehen von euch!!! Geht's euch gut? Seid ihr noch in Burkina?? Dickes Bussi Kati
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