Nach unserer aufregenden Safari im Pendjari Park verbringen
wir noch zwei Tage im Campement eines Deutschen am Rande des Parks. Dort
bekommt unser Schlumpf wieder mal eine Generalwäsche inkl. Schmierung. Außerdem
esse ich eine frisch geschossene Antilope aus dem Park in Form eines Ragouts.
Ein Gaumenschmauß!
Dort trennen sich dann auch die Wege von uns und unseren
beiden French-Friends Willi & Norig, die in einem zügigeren Tempo Benin und
Togo erkunden werden.
Am 5. April fahren Till und ich weiter nach Natitingou, wo
wir unseren Lebensmittelvorrat wieder auffüllen, tanken und in einem Hotel
unsere E-Mails checken. Internetversorgung ist in Benin leider etwas schwierig!
Danach fahren wir zu den 12 km entfernten Wasserfällen in
Kota, wo wir uns vom heißen Tag abkühlen und die Nacht dort verbringen. Am
Abend beginnt es dann zu unserer Freude noch heftig zu regnen, zu blitzen und
zu donnern. Eine Wohltat, da auch die Luft dabei spürbar kühler wurde. Das
erste Mal seit langer Zeit, dass wir uns beim Schlafen wieder – wenn auch nur
mit einem Leintuch - zudecken können.
Der nächste Morgen war ausgesprochen kühl und angenehm, was
aber nicht lange anhielt. Schon nach einigen Kilometern überwältigt uns wieder
die tropische Hitze. Am Weg nach Abomey besuchen wir noch einen
Heilkräutergarten (deutsches Entwicklungsprojekt) und eine archäologische
Ausgrabung in Bohicon – eine unterirdische historische Stadt, wo sich die
Menschen während Kriegszeiten versteckt haben - bevor wir dann am 7.April
Abomey erreichen. Abomey, die einstige Hauptstadt des Fon-Königreihes Dahomey
gehört zu den interessantesten Plätzen des Landes.
In Abomey wollten wir die Stadt mit dem Moped erkunden. Aber
kaum haben wir es vom LKW runter, muss dieses Ding schon wieder in die
Werkstatt, weil es nicht mehr anspringen will. Werkstatt ist jetzt etwas
übertrieben – Till findet ein paar Jungs, die auf der Straße (genauer gesagt am
Gehsteig) eine Hütte haben und Mopeds reparieren. Die Jungs bekommen das auch
hin und verlangen 3 Euro! Am nächsten Tag wollen wir zum Museum – mit dem
Moped. Leider fällt es Till aus den Händen und landet mit der Bremse (die
einzige von Beiden die noch geht) auf der Erde – bricht natürlich sofort ab.
Ohne Bremse brauchst du hier auf keinen Fall in den Verkehr, so bringen wir es
wieder den Jungs zum Reparieren und siehe da, einige Stunden später haben sie
alle beiden Bremsen zusammengeflickt – geschweißt oder geklebt, keine Ahnung,
was die da gemacht haben, jedenfalls haben sie das hinbekommen – ohne
Ersatzteile!
Jetzt können wir endlich mit dem Moped zum historischen
Museum und zur ehemaligen Königsresidenz vom Königreich Dahomey. Der Palast mit
dem Museum gehört zu den von der UNESCO als Weltkulturgut geschützten
Denkmälern.
Die berühmtesten Könige von Dahomey waren König Ghezo und
sein Sohn Glélé. Sie regierten gegen Ende des 19. Jhdt. das Land, kurz bevor
die Franzosen an der Küste landeten. Angeblich soll Ghezo 800 Frauen gehabt
haben, abgesehen von zahlreichen Bediensteten. Neben einer Armee von 10.000
Mann soll ihm auch ein Heer von 6000 weiblichen Kriegern, so genannten Amazonen,
zur Seite gestanden haben.
Im Museum sehen wir den mit Menschenschädeln geschmückten
Thron des Königs Ghézo, eine reichhaltige Sammlung mit königlichen Insignien
und Juwelen sowie zahlreiche Kultgegenstände. Die Führung durch das Museum und
durch die Königsresidenz war extrem interessant und wir haben ungefähr eine
Vorstellung davon bekommen, wie grausam und brutal das Leben damals war...
Am nächsten Tag, am 9. April geht es auch schon wieder
weiter, wir verlassen Abomey und fahren in den 140 km entfernten Küstenort
Grand-Popo. Kaum kommen wir dort an, beginnt es zu stürmen, zu donnern und zu
regnen. Hier an der Küste Benins hat die Regenzeit bereits begonnen. Wir freuen
uns wie kleine Kinder, als wir diesen Regentag am Strand im LKW, gemütlich
lesend und schlafend verbringen können. Hier weht eine angenehme Meeresbrise,
wo es auch tagsüber gut auszuhalten ist.
Leider springt unser Puch-Moped schon wieder nicht an, so beschließen wir, es hier zu lassen und nicht mehr mit rauf zu nehmen... Es kostet uns (vor allem Till) einfach zu viele Nerven. Die neuen Besitzer sind zwei junge Deutsche, die in Grand-Popo ihr freiwilliges Jahr machen und sehr engagiert an Umweltprojekten arbeiten...
In Grand-Popo verbringen wir weitere 4 Tage und fahren dann am 13. April weiter über die Landesgrenze nach Togo, in die 70 km entfernte Hauptstadt Lomé.
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| man fragt sich, ob hier überhaupt irgendetwas sauber wurde? |
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| von Batia nach Natitingou |
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| eines von vielen LKW-Fracks neben der Straße |
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| hier verbringen wir die Nacht, neben den Wasserfällen |
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| Wasserfälle in der Nähe von Naititingou |
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| ein Dorf Richtung Abomey |
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| Spaziergang im Kräutergarten |
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| ein wunderschöner Nachtfalter in Abomey |
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| Jesus is with us |
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| Richtung Süden wird es immer grüner und grüner... |
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| unser Stellplatz in Grand-Popo |
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| der südlichste Punkt unserer Reise ist an der Küste Benins erreicht |
der mit abstand beste blog, wahnsinns bilder super geschichte. cooler haarschnitt und schoene hautfarbe von till. und es tut mir ja sooo leid dass ihr umdrehen muesst. wann kommt ihr nach hause? wernher
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