Am 25. Februar verlassen wir gemeinsam mit den beiden
Franzosen Norig und Guillaume (wir nennen ihn Willi) den Campingplatz in
Ziguinchor. Die beiden sind seit November unterwegs und ihr Ziel ist die
französische Insel Réunion. Willi spricht englisch, was vieles für uns
erleichtert ;)
Die Straße nach Tambacounda ist teilweise in einem echt
furchtbarem Zustand – Löcher im Asphalt zwingen ständig zum abbremsen.
Teilweise schaffen wir 20 km in einer Stunde... So nehmen die rund 400 km 2
Tage in Anspruch.
Am Abend suchen wir uns in Kounkane einen Platz zum Schlafen.
Wir finden ein Fula-Dorf, wo uns der Dorfchef erlaubt auf seinem Grund zu
stehen. Fula ist eine der vielen Ethnien in Senegal. Sie sprechen Fulfulde.
Ursprünglich waren die Fula viehzüchtende Nomanden und Jäger. Jetzt leben sie verteilt in ganz Westafrika.
Der Dorfchef bietet uns an, zu bleiben, so lange wir wollen.
Wir bekommen außerdem eine Dorfführung. Die Frauen führen uns stolz das Mörsern
des Getreides, das sie anbauen und dann zu Mehl verarbeiten, vor. Die
Dorfbewohner zeigen uns ihre Erdnüsse und den Mais, den sie geerntet haben und
die Rinder, von denen sie leben. Die Kinder starren uns neugierig an und die
mutigsten zeigen uns ihre Französisch – Kenntnisse.
Am ganzen Abend sind wir die Attraktion hier... Jeder kommt
uns begrüßen. Nach einem kurzen Frühstück mit dem Grundbesitzer brechen wir
aber am Nächsten Tag wieder früh auf. In der Hitze ... es wird immer wärmer ...
ist der Fahrtwind am angenehmsten.
Tambacounda erreichen wir gegen Mittag. Tambacounda, der
heißeste Ort im ganzen Senegal. Zum Verweilen ist es hier nicht. Wir müssen nur
unsere Einkäufe erledigen und zum Büro des Niokolokoba Nationalpark um uns über
die Preise zu informieren. Außerdem habe ich eine Baby-Milch-Lieferung für das
Waisenhaus hier. Die Milch hatte mir Martin von der Zebrabar in St. Louis für
die Kinder mitgegeben.
Ich rufe die Frau vom Waisenhaus an und wir machen uns einen
Treffpunkt aus. Gemeinsam mit den Franzosen besuchen wir die Kinder im
Waisenhaus. Ich nehme auch noch unsere restlichen Mitbringsel aus Österreich für
sie mit.
Viele Babys wachsen hier auf, weil ihre Mamas bei der Geburt
gestorben sind oder weil sie den Eltern weggenommen wurden, weil diese „crazy“
sind. Die Hygiene-Standards sind natürlich nicht wie bei uns – der
Personalschlüssel schon eher. 3 Frauen versorgen hier über 20 Kinder rund um
die Uhr. Da kommt natürlich die Intensität der Beziehung zu kurz, wie man sich
vorstellen kann.
So süße Kinder, die sich total auf ihre neuen Spielsachen
und unsere Anwesenheit freuen...
Am Abend fahren wir noch ca. 80 km, zum Niokolokoba
Nationalpark, wo wir uns mit unserem Guide, Bana, treffen und die Nacht am Eingang des Parks verbringen.
| so sieht unser Konvoi mit den Franzosen jetzt aus! |
| Nurig, moi et Willi |
| zwischen Ziguinchor und Kounkané |
| Die Straßen sind teilweise echt horrible! |
| Im Fula-Dorf nähe Kounkané |
| Die Frauen zeigen uns wie sie mit dem Mörser Getreide verarbeiten - schweißtreibende Arbeit! |
| Die Piste in den Nationalpark |
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