In Bamako mussten wir noch bis Montag verharren. Die
beiden Franzosen brauchen noch das Visum für Burkina und weil am Freitag - internationaler Frauentag- ein Feiertag war, war die Botschaft geschlossen. So
nützten wir die Tage um unseren Schlumpf wieder auf Vorderfrau zu bringen.
Während Till die Filter wechselt und unsere verstellte Spur einstellt, mache
ich mich über den Putz unseres Wohnraums und befreie wieder mal alles vom roten
Sand, der sich wie eine Hülle über alles legt.
Unseren Lebensmittelvorrat füllen wir mit Leckereien aus dem
französischen Supermarkt. Am Obstmarkt in der Stadt können wir zudem unsere
ersten wirklich leckeren Mangos und Ananas bekommen.
Die Nächte waren jedoch nicht sehr angenehm, wegen der Hitze
konnten wir kaum schlafen. 39° um 22:00 Abends brachten keine wirkliche
Abkühlung für die Nacht. Zusammen mit dem Taxifahrer des Camps machten wir uns
somit auf die Suche nach einer Klimaanlage. Wir klapperten alle möglichen Shops
und Händler ab, leider war nix dabei, was wir irgendwie verbauen hätten können.
So kauften wir uns einen kleinen Ventilator, der mit 12 V betrieben wird. Made
in China um 15 Euro – ein teures Vergnügen, zumal er so laut war, dass wir
wieder nicht schlafen konnten...
Tagsüber verkrochen wir uns im klimatisierten
Aufenthaltsraum des Camps und nutzten die kalten Duschen des Öfteren.
Am Montag erledigten die Franzosen dann ihre Visa auf der
Botschaft und so konnten wir uns am Dienstag nach Sonnenaufgang auf den Weg
machen um rechtzeitig die Grenze zu Burkina zu erreichen.
Wir verlassen
das sleeping camel und die Hauptstadt Malis. Wir fahren gen Süden, an den
Müllbergen der Stadt vorbei und nach 10 km lassen wir die stinkende Stadt
hinter uns... vor uns liegen 400 km bis Sikasso, die letzte Stadt vor der
Grenze. Die neue asphaltierte Straße bis zur Grenze lässt uns große
Fortschritte machen, sodass wir schon gegen Mittag die Grenze erreichen. Zu
zahlen war bis auf das passavant fürs Fahrzeug von 5000 CFA nichts.
In Burkina hießen uns alle Polizeibeamten herzlich
willkommen. Hier spricht man ein gutes Französisch, was es uns sehr schwer macht,
alles zu verstehen – zum Glück haben wir unsere Franzosen dabei!
Mit einem Beamten geben wir uns noch eine hitzige
Diskussion, denn er meinte wir müssten 2000 CFA für ihn bezahlen – ohne
Bestätigung! Nach dem großen Warum, beginnt er uns zu drohen. Er ist der
Meinung, man könne ruhig die Polizei etwas unterstützen – mit Geld oder
Geschenken aus Europa, denn wir möchten ja auch, dass sie sich um unsere Sicherheit
kümmern. Wortwörtlich sagte er: Wenn wir wollen, dass er unser Freund ist,
müssten wir ihm schon etwas geben!“
Schimpfend erklären wir ihm, dass das Korruption ist, was er
macht und wir das sicher nicht unterstützen.
Aaaaaaa, stinkesauer über dieses unglaubliche Verhalten,
nahmen wir unsere Papiere an uns und fuhren schnell los...
Am Abend, 50 km vor Banfora, stellen wir uns auf einen
Campingplatz. Völlig geschlaucht von der 9 stündigen Fahrt sehen wir heute nur
mehr das Bett...
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