"Man reist nicht nur um anzukommen,
sondern vor allem, um unterwegs zu sein."

(Goethe)

09.03.2013

von Niokolokoba über Kédougou zu den Cascades de Dindéfelo


Am 1. März verlassen wir den Niokolokoba und brechen auf weiter Richtung Süden, nach Kédougou. Wir fahren, bis die Dämmerung einbricht und schlafen heute im Ort Niokolokoba bei einem Militärposten, da es zu spät ist weiterzufahren.

supertolle Straßenverhältnisse zwischen Niokolokoba und Kedougou
zwischen den Schlaglöchern queren auch wieder einmal Affen oder Warzenschweine die Straße
Waschtag am Fluss für Wäsche, Frau und Kind


Am nächsten Tag erreichen wir gegen Mittag Kédougou. Wir erledigen schnell unsere Einkäufe: Gemüsemarkt, Bier und überteuerter Käse im Supermarkt, Guthaben fürs Handy und noch 100 liter in den Tank. Der Diesel ist hier zu teuer um voll zu tanken. Bis jetzt fahren wir noch immer mit dem Diesel aus der Westsahara.
Danach fahren wir weiter nach Dindéfelo, dort gibt es Wasserfälle. Dorthin führt eine 20 km Piste, die anfangs noch mit 70 km/h schön zu fahren war. Schnell aber wird sie unterbrochen von kleinen Wasserrillen, die in der Regenzeit entstanden sind, so müssen wir immer wieder abbremsen und die 20 km werden zu einer 2 stündigen Fahrt.
In Dindéfelo suchen wir uns ein Camp, wo auch unser Schlumpf Platz hat und finden im Schatten mit einem frischen Bier Abkühlung. Anschließend grillen wir ein frisch geschlachtetes Huhn (für Till gibt’s Kartoffel) und verbringen einen gemütlichen Abend mit Norig und Willi.

Camp in Dindéfelo

Huhn, das nur für uns geschlachtet, gerupft und ausgenommen wurde!


Am nächsten Morgen geht’s um 7:00 los: Wir haben einen Guide engagiert, der uns zu den Wasserfällen bringen soll – alleine findet man den Weg leider nicht. Wir müssen zuerst einen 400 m hohen „Berg“ besteigen, was für uns eine echte Anstrengung bedeutet bei diesen Temperaturen die bereits um 8:00 Uhr unangenehm hoch sind. Schweißgebadet und keuchend oben angelangt werden wir belohnt mit einem wundervollen Ausblick und einer angenehm schattigen Wanderung in einer Schlucht, die uns zu den Wasserfällen führt.
Nach 2 stunden wandern sind wir endlich bei dem Wasserfall (ca. 90 Meter hoch) angelangt und ziehen uns sofort aus, um uns mit dem eiskaltem Wasser zu erfrischen. Herrlich.

Güpfijausn auf 400 m

Jungle feeling auf dem Weg zu den Wasserfällen




eine riesige Grotte, die von Menschenhand geschaffen wurde


Cascades de Diéndefelo




Der Rückweg führt uns  beim "Mushroom-Dorf" vorbei, ein Dorf auf 400 m, das so genannt wird, weil es umgeben ist von Pilz-förmigen-Termitenhügeln. Am Weg hinunter treffen wir auf zahlreiche Leute, die mit ihren Sachen auf den Köpfen auch ins Dorf gehen, um diese am heute stattfindenden Markt zu verkaufen. Die meisten Leute kommen aus dem 8 km entfernten Guinea. Den zweitägigen Fußmarsch legen sie jede Woche nur für den Markt hin. 
Am Nachmittag kommen wir dann völlig erschöpft ins Camp. Leider ist der Kühlschrank ausgefallen, so gehen wir ins Nachbarcamp, wo wir eisgekühlte Fanta, Cola und BIER bekommen. Wir bleiben den ganzen Nachmittag und gehen erst in der Dämmerung zurück, als es wieder etwas kühler wurde. 



Termitenhügel, die aussehen wir riesige Pilze
Rast auf den Pilzen

die Leute kommen aus Guinea zu Fuß nach Diéndefelo




3 Kommentare:

  1. till scheint begeistert von eurem guide samt kopfhörer, lg, daniel

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  2. Ein Mushroom-Dorf in Senegal, wie geil ;-)
    Wünsch euch noch viel Spaß weiterhin!

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  3. @ Daniel: ja, ja, da hast du recht - Till ist IMMER sehr begeistert über unsere kompetenten Guides! :D

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