1.1.2013: Es liegen noch immer gute 300 km vor uns – bis zur Grenze
Mauretaniens.
Etwas angeschlagen von
unserer gestrigen Silvesterparty (Vodka, Nusschnaps, etc.) schaffen wir es
immerhin bis 80 km vor die Grenze. Dort nützen wir noch mal die Steueroase
Westsahara und machen unsere Tanks komplett voll. Auf dieser Tankstelle
übernachten wir auch gleich, um morgen sehr früh auf die Grenze weiter zu
fahren.
Ich beschreibe nun den Vorgang auf der Grenze etwas genauer für andere Traveler! Dieser Blogeintrag kann gerne kopiert und weitergegeben werden!
2.Jänner 2013: Um 8:30 waren wir dann auf der Grenze. Leider war die
Schlange vor uns schon sehr lange und es dauerte bis 11:00, als dann auch wir
an die Reihe kommen. Der
Grenzübergang war nicht stressig, alle Beamten sehr freundlich und alles gestaltete sich recht einfach. Um 14:30 waren wir an der mauretanischen Seite fertig
und konnten abfahren. Es ist besser, nicht so früh an der Grenze zu sein, da
morgens oft später angefangen wird und viele die Nacht bereits vor der Grenze
verbringen.
Der marokkanische Grenzposten befindet sich auf N21°21.866’
W016°57.639’
1.)
Mit den Pässen muss jeder auf der linken Seite zur Polizei.
Hier bekommt man den Ausreisestempel in den Pass.
2.)
Mit den LKWs wurden wir zur Röntgenhalle eingewiesen – Der
Landy konnte auf der rechten Spur weiterfahren (bei ihm ging alles zügiger)
Gemeinsam mit den anderen LKWs warten wir nun aufs Röntgenbild. Danach
verlangen sie dort Zulassungsschein (carte grise), Pass des Fahrers und das
LKW-Visum von Marokko (grün-weißer Zettel). Sie behalten den grünen Abriss, den
weißen bekommt man abgestempelt zurück.
3.)
Papiere der Hunde werden hier noch kontrolliert.
4.)
Die Polizisten wollen jetzt in die LKWs schauen, fragen uns,
ob wir Alkohol und Drogen dabei hätten. Aber primär interessiert sie der
Alkohol, der ist nämlich illegal in Mauretanien. Wir haben ihn gut versteckt
und beantworten die Frage mit einem klarem Nein! Die Durchsuchung ist aber sehr
oberflächlich und ich glaube, sie nutzen die Chance um zwecks Neugierde in
unsere „Häuser“ schauen zu können! Einige Polizisten fragen neben der
Durchsuchung mal kurz nach einem „cadeaux“ Wir beneinen freundlich aber
bestimmt!
5.)
Jetzt lassen sie uns weiterfahren. Dann kommen noch zwei
Passkontrollen, wobei wir beim letzten Halt in das marok. Ausreisebuch
eingetragen werden.
6.)
Die Türen ins Niemandsland sind nun offen für uns.
Jetzt fahren wir durch ca. 4 km vermintes Niemandsland auf
sehr steiniger, teilweise sandiger Piste. Hier ist es extrem wichtig, auf den
befahrenen Spuren zu bleiben. Rings um sieht man unzählige, verbrannte
Autofracks.
Der mauretanische Grenzposten ist bei
N21°19.934’W016°56.781’ erreicht:
1.) Nach dem Tor werden wir sofort auf einen
Parkplatz gewunken. Mehrere in Militär-Style Grenzbeamte (einer auch mit
Drogenhund) "kümmern" sich nun um uns. Sie verlangen hier Pässe, die fiches (Personaldaten) und die carte grise (Zulassungsschein). Danach kontrollieren sie die Fahrzeuge wegen Alkohol. Diese Kontrolle ist noch lascher als bei den Marokkanern. :) Gut für uns!Nachdem sie noch einige Male nach "cadeaux" fragen, winken sie uns aber durch.
2.) Nächster Halt ist einige Meter später. Hier muss man in das Gebäude auf der rechten Seite zu einem Mann in seinem Mini-Büro. Bei ihm muss die Ehrenerklärung (soumission - engagement) für das Auto (damit man es nicht verkauft) ausgefüllt werden. Beim Ausreisedatum und der Dauer der Tage geben wir das selbe an, wie beim Visum auch (1 Monat) Über das Datum lässt sich aber mit ihm verhandeln. Das ganze kostet 10 €.
Der selbe Typ stempelt auch das Fahrzeug in den Pass!
3.) Als wir in die Fahrzeuge steigen wollen, kommt jetzt ein Typ in Zivilkleidung zu uns und verlangt eine Art "Straßenbenützungsgebühr" von 3 € oder 30 DH pro Fahrzeug. Wir bekommen auch eine Rechnung!
4.) Nächster Halt wieder einige Meter weiter: auf der linken Seite in dem Bürogebäude bekommt man jetzt den Einreisestempel in den Pass.
5.) Jetzt sind wir frei und können durch das Tor! Gleich nach dem Tor links befindet sich noch das Versicherungsbüro und ein kleines Geschäft. Hier kann man auch Geld wechseln. Wir schließen die Haftpflichtversicherung für Mauretanien gleich hier ab. Kostet für LKWs 345 DH für 10 Tage (48 € für 20 Tage)
Um 14:30 verlassen wir die Grenze. War nicht so schlimm, alle waren äußerst höflich und es ging doch recht zügig finden wir!
Hungrig und müde fahren wir heute nur noch in das 60 km entfernte Nouadhibou. Auf dieser Strecke sehen wir auch den berühmten Zug, der schwerste und längste Zug der Welt, der hier Erz transportiert.
Vor der Stadt gibt es noch 2 Polizeikontrollen, wo wir nochmal fiches los werden und genau angeben müssen, wohin wir fahren.
In Nouadhibou steuern wir den Campingplatz "Abba" an. Sehr zentrale Lage, freundliche Leute, gutes Wasser. 1500 UM pro Person (4 €)
| Anstellen vor dem marokkanischen Grenzposten |
| Nach dem marokkanischen Grenzposten ins vermiente Niemandsland |
| der coolste Konvoi kurz vor Nouâdhibou |
| der schwerste und längste Zug der Welt transportiert Erz |
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