Nouâdhibou erinnert mich schon sehr an den Senegal. Alles was wir zuvor über Mauretanien gehört haben - das waren nicht sehr positive Sachen - bestätigten sich für uns keineswegs. Die Menschen hier sind sehr lebhaft, lustig, locker, bunt und teilweise freizügig gekleidet, überaus freundlich und zudem wirklich an uns interessiert (nicht nur wegen dem Geschäft). Man spricht neben dem Französisch und einem arabischen Dialekt auch den Dialekt Wolof!
Ich dachte, Mauretanien wäre Marokko sehr ähnlich. Ich muss allerdings feststellen, dass dem ganz und gar nicht so ist. Hier kann man Afrika schon sehr spüren... :D
Nicht nur der Leute wegen müssen wir uns umstellen, auch die Währung ist eine andere. In Mauretanien bezahlt man mit Ouguya. 1 Euro = 395 Ouguya! Was für eine Rechnerei!!!!
Am Vormittag des 3.1. erkundigen wir uns wegen der Haftpflichtversicherung für Senegal und den anderen Westafrikanischen Ländern (CDEAO, carte brune) Die gilt für mehrere Länder und man kann sie angeblich gleich in Mauretanien abschließen um sich Troubles beim Grenzübergang in den Senegal zu sparen. Allerdings laufen wir von Büro zu Büro und nur ein Versicherungsbüro könnte für uns diese Versicherung abschließen. Die verlangen zu unserem Entsetzen 50€ pro Monat. Nach einer Internetrecherche finden wir heraus, dass diese eigentlich billiger sein müsste und beschließen unsere Suche in Nouakchott fortzusetzen.
Nachmittags wollen wir uns den Schiffsfriedhof in Nouâdhibou ansehen. Dieser soll angeblich der größte der Welt sein. Hier rotten mehr als 300 Wracks aus allen Ländern nur so vor sich hin. Ein nicht mehr benötigtes Schiff zu entsorgen ist sehr teuer, so hatte es sich während der letzten Jahrzente eingebürgert, gegen ein Bestechungsgeld an die Hafenbehörde sein Schiff einfach vor Mauretaniens Küste abzustellen. Da der Schiffsfriedhof ein Umweltrisiko (quelle surprise) darstellt, beschloss die EU 2006 26 Millionen Euro für die Beseitigung der Wracks bereitzustellen, um die Sicherheit in der Bucht zu verbessern.
Einige solcher Wracks können wir noch sehen. Eins davon liegt am Cap Blanc, in dem Schutzgebiet das dem Arguin-Nationalpark angegliedert ist. Dieses marokkanische Wrack, dass vor 10 Jahren hier "gestrandet" ist, können wir uns sogar von innen anschauen. Ein Mann, der offensichtlich darin wohnt, führt uns in seinem Schiff herum. Ein unglaubliches Erlebnis, dass in mir Piraten-Feelings weckt. Es lebe Captain Jaqueline Sparrow! :D
Am nächsten Tag verlassen wir Nouâdhibou und brechen auf in die Hauptstadt Mauretaniens, Nouakchott.
Nouâdhibou: km 30.337
| Möbeltransport in Nouâdhibou |
| Ziegen-Gang |
| Merceeeeeedeeeeees! |
| Merceeeeedeeees! |
| Einige Schiffswracks südlich von Nouâdhibou |
| schwindlige und wacklige Leiter aufs Schiff |
| Captain Jack Sparrow!!! |
| Baywatch Lady Landy! |
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