Eigentlich wollten wir nach unserer misslungenen
Schimpansensafari noch ein Bassari Dorf in Selamata besuchen. Die Bassari
zählen zu den ältesten Bevölkerungsgruppen dieser Region. Sie leben in den
Bergregionen und sind ihren animistischen Sitten und Bräucher weitgehend treu
geblieben.
Jedoch können wir keine dieser Pisten, die in die Dörfer
führen mit unseren Fahrzeugen fahren. Entweder sind die Pisten einfach nur
Fußwege, die eindeutig zu schmal sind für den LKW oder sie führen über
Flussbeete, die mehr Bodenfreiheit verlangen, sodass unsere beiden Franzosen
mit ihrem Bus nicht passieren können.
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| Pistenstück im Bassari Land |
Naja, so brechen wir halt auf Richtung Mali...
Ca. 80 km vor der Grenze schlafen wir noch mal neben einer
Polizeistation und brechen dann am 7.3. sehr früh auf Richtung Grenze bei
Kéniéba.
Die Straße ist in einem sehr sehr guten Zustand (durchgehend
neu asphaltiert), sodass wir heute die 450 km nach Bamako in Einem schaffen.
An der Grenze senegalesischer Seite machen wir die
Ausreisestempel bei der Polizei. Der nette Polizist wollte 10.000 CFA für
unsere 4 Stempel (war ja auch furchtbar viel Arbeit), worauf sich Willi
unglaublich aufregte. Er fragte den Polizisten, seit wann hier so viel Geld zu
bezahlen sei und ob er dann wenigstens eine Rechnung hat. Der Polizist hatte
keine richtige Antwort parat und wurde auch richtig unfreundlich. Er meinte, er
müsse uns, wenn wir nicht bezahlen wollen, gar nicht durchlassen.
Darauf wurde Willi richtig böse: Er beschimpfte ihn als Dieb
und korrupten Polizisten... Die Diskussion ging einige Zeit so weiter –Till und
ich lauschten mit offenem Mund – Franzosen haben es echt um einiges leichter
hier.
Nach einiger Zeit gab der Polizist klein bei und meinte wir
sollten alle sofort verschwinden. Juhuuu, das machen wir auch gerne ohne einen
Cent zu bezahlen!
Die Grenzschranken öffneten sich. Naja Grenzschranken,
eigentlich stand da nur eine verbeulte Tonne auf der Straße, die wir umfahren
mussten.
Ein paar Hundert Meter weiter machten wir dann die malische
Seite, was kein Problem mehr war und auch nichts mehr kostet, da wir ja bereits
das Visum in unserem Pass hatten.
20 km nach der Grenze mussten wir noch den Zoll suchen, der
sich im Ort Kéniéba versteckt hat. Leider erkennen sie in Mali unser Carnet
nicht an, sodass wir ein Passavant brauchen, dass 5000 CFA für unser Fahrzeug
kosten soll. Till regte sich furchtbar beim Chef auf, warum sie nicht einfach
das Carnet abstempeln und er bezahle sicher kein Passavant, blabla... das ging
einige Minuten so dahin, aber geholfen hats nix. Sie bleiben hart, Carnet wird
nicht abgestempelt!
Die Franzosen, die etwas später am Zoll eintreffen mussten
nach uns 10.000 CFA bezahlen, weil der Zollbeamte so sauer war auf uns. Ups!
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| Tafelberg in Mali |
Nach 12 Stunden Fahrt inkl. 1 Stunde Extremstadtverkehr
durch die Hauptstadt Malis kommen wir völlig geschlaucht rechtzeitig vor Sonnenuntergang im
„sleeping camel“ in Bamako an. Wir gönnen uns noch ein paar eiskalte Bier, eine
kalte Dusche und Till bestellt sich Pizza vom Pizzaservice – sein schönster
Abend! :D
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| wer findet den Fehler auf diesem Bild???? |
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| Stau und Verkehrschaos über dem Niger |
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| Abendstimmung am Niger Fluss |