"Man reist nicht nur um anzukommen,
sondern vor allem, um unterwegs zu sein."

(Goethe)

24.02.2010

Sahara-Trip: Klappe die 1te

Um 8:00 Früh starteten wir von Tripoli mit unserem ersten Guide Richtung Ghadames...

 



Nalut, die ewige Stadt - wirklicih sehr sehenswert!



Speicherburg in Nalut

 

21.2.10; Ghadames - die Wüstenstadt

Noch in der Nacht erreichten wir Ghadames, wo uns unser Wüstenguide empfing! :) Nach einer mordslangen arabischen Diskussion (mit Händen und Füßen) über unsere (ursprüngliche) Wüstenroute, übernachteten wir am Parkplatz eines Hostels...
 
In der Früh besichtigten wir die Altstadt in Ghadames und rüsteten uns mit genug Wasser und Diesel für die Wüste...

Altstadt von Ghadames

So hatten die Menschen in Ghadames ihr Haus dekoriert. Diese Schüsseln an der Wand waren quasi Aktien... wenn kein Geld mehr da ist, konnten sie diese eintauschen!

Blick von den Dächern der Altstadt.
Die Frauen durften sich während des Tages nur dort bzw. in den Häusern aufhalten. Jedes Haus ist über das Dach miteinander verbunden, so konnte jede Frau zu den Nachbarinnen - also durten die Männer die Dächer erst nach Sonnenuntergang betreten, wenn keine andere Frau, außer die eigene, mehr da war. Also, man kann sich vorstellen, dass es auf den Dächern um einiges lauter war als unten auf den Straßen... :)



Mohammed-Ali, the famous Guide from Ghadames. Er führte uns durch die Altstadt und lud uns, als wir wieder zurückkamen mit kaputtem LKW, zu sich nachhause zum Essen ein... sehr sehr netter Mensch!

Gasse in der Altstadt

Am Nachmittag sind wir dann aufgebrochen...
Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 20 km/h schafften wir in ca. 5 Stunden 60 kilometer! :) :)
Die Pisten sind da vergleichbar mit einem Schotterweg bei uns... zwischenzeitlich wieder einige Sandpassagen (wir nannten sie Hängerbleibi)




Kamelherde querte unseren Weg... Dieses lockten wir mit Brot zu uns... sooooo tolle Viecher - unglaublich, wenn man die in freier Natur sehen kann :)

Unser erstes Nachtlager in der Wüste! Till checkte das Satellitentelefon mit unserem Guide! Die kochten für uns AtayaTee und Makkaroni!
Hier beschlossen wir dann auch, wieder nach Ghadames zurückzufahren, der Rahmen des ELKIs war bereits beschädigt... :(

Joseph kocht unterdessen Tee

22.+23.2.10 Rückfahrt Richtung Tripoli - LKW am Tieflader!!! :(

Auf der Piste zurück nach Ghadammes fuhren wir nun mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 10 km/h - das dauerte nun fast den ganzen Tag (für ca. 70 km)
In Ghadames erklärte man uns, dass sie hier nichts für den ELKI machen könnten.
Das heißt wir mussten wieder zurück nach Tripoli...
Da aber der ELKI jetzt wirklich schon in sehr schlechtem Zustand war, brauchten wir einen Tieflader für ihn...


Beim Zurückfahren konnten wir noch Dünen aus der Ferne sehen... *heul*


24.2.10; Tripoli - LKW zur Reperatur

Jetzt liegt der Koffer schon auf den Reifen...
Werners Freund Abubaka, der eine Firma in Tripoli hat und ein unglaublich, wirklich unglaublicher Mensch ist - ein GOTT - erklärte sich dazu bereit, den ELKI zu reparieren...





Das dauert jetzt natürlich min. 1 Woche...
 
Jetzt sitzen wir in Tripoli, froh darüber, dass wir heil aus der Wüste raus sind und der ELKI reperiert wird (d.h. wir kommen wieder nachhause) aber traurig darüber, unsere Tour vorerst nicht fortsetzen zu können...
 
Aber wir haben noch Zeit... vielleicht setzen wir unsere Reise mit einem Toyota fort... INSHALA!!!
 
Ein herzliches dankeschön an Werner, Abubaka und seinen Mechanikern und an Karl, der immer ein Auge drauf wirft :)!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
SCHUKRAN

08.02.2010

Genova - Tunis - Tripolis

8.2.10; km 58.230

Um 9:15 begann unsere Reise in Linz/Haid bei km 58.230
 
Haid wegen Saturn wegen USB-Autoradio...
= Fehlinvestition weil bereits kurz nach Innsbruck das Teil seinen Geist aufgegeben hat... Na toll...


Stop auf der Brennerautobahn - 1. Nacht auf Raststation

In dieser Nacht beendeten wir schon fast hier unsere Reise (ungewollt).
Es war wirklich furchtbarkalt kurz nach den Alpen Österreichs... Natürlich wollten wir uns noch gemütlich einheizen vor dem Schlafen...
Till baute ja vor der Abfahrt einen Holzofen ein...
Als der Ofen sich aufheizte begann es auf einmal ein wenig zu qualmen... Mir war es etwas unangenehm, da ja dann alles nach Lagerfeuer riechen würde... aber ich dachte mir, besser als zu erfrieren!
Nach einiger Zeit begann es zu stinken... nach Plastik und es roch wirklich nicht sehr gesund...
Dann war der Rauch auch stärker und das Silikon begann zu qualmen... Nun hatten auch unsere LKW-Nachbarn den Rauch bemerkt und fragten uns ob alles in Ordnung sei - immerhin haben wir die ganze Raststation eingeraucht! :)
Irgendwann mussten wir mit Wasser unser Feuer löschen...
Man kann sich nicht im geringsten vorstellen, wie es jetzt gestunken hat... Carmen hat wieder Recht gehabt... :) *g*
Und es stinkt noch immer, ich sags euch... wäh..
 
Gottseidank haben wir ja noch eine Gasheizung in unserem LAK - also auch diese Nacht haben wir überlebt und sind nicht erfroren! Aber fasst abgebrannt am BRENNER!!!!
Doch unsere Reise kann weitergehen...

9.2.10;  GENUA Hafen

Eigentlich hätten wir schon vor 18:00 Genua erreicht, doch unser NAVI war leider sehr unzuverlässig und wir mussten uns in der Großstadt mit einem 10-tonner durch die Stadt drängen... und uns auf die Straßenbeschilderung verlassen.... F... ITALIA... Ich liebe diesen Verkehr...
Gerade ein Polizeiauto rettete uns dann aus diesem Schlamassel und begleitete uns mit BLAULICHT richtung Hafeneinfahrt...
 
Nach einer sehr kalten Nacht hatten wir dann am 10. Februar den ganzen Tag Zeit um uns für die Fähre anzustellen...
Ein Spaziergang durch Genua und das Kabarretprogramm der sich auch anstellenden Autos (komplett überladen, dass man die Reifen kaum noch sehen konnte... ) verkürzte uns die Wartezeit!
Um 16:30 konnten wir das Schiff befahren und punkt 18:00 legte sie ab...
Die Schiffahrt ist jedoch eine andere Geschichte... :)))



11.2.10; 20:00 Hammamet (Tunesien)

Nach 24 Stunden auf dem Wasser, hatten wir um 18:00 endlich afrikanischen Boden unter den Reifen...
Africa yeah, Africa yeah...
 
1 Stunde am Hafen: Papiere hier, Papiere dort und GELD... GELD, egal in welcher Form, damit bekommt man einfach alles... :)
Typisch afrikanisches Prozedere am Hafen, aber erwartend kurz...
Danach machten wir uns auf nach Hammamet um dort auf einem Campingplatz die 1. Nacht in Tunesien zu verbringen.
Auf den Weg dorthin tanken wir gleich einmal ca. 100 liter - und bezahlten dafür umgerechnet 52 Euro.... :)
Der Campingplatz inkl. Strom kostete 7 Euro :) und war schöner als manch anderer europäischer Campingplatz! :)
Dort verbrachten wir auch die folgende Nacht!







erste Abzocke in der Medina von Hammamet - gut gelungen!

13.2.10; 7:30 Aufbruch von Hammamet Richtung libysche Grenze

Nach einem ganzen Tag auf der Straße (Hammamet - Ben Gardane) waren die ruhigen Olivenfelder eine wilkommene Abwechslung.
Endlich mussten wir nicht mehr heizen und wir konnten eine angenehme und erholsame Nacht dort verbringen.
Der Sand war so hoch wie Schnee in Österreich, aber  viel viel besser... oh gott ist das schön...

An der Grenze wurden wir bereits von unserem Guide empfangen, der mit unseren Papieren nun alle notwendigen Dokumente besorgte...
Dies dauerte jedoch etwas... Fast 2 Stunden mussten wir auf ihn warten und 500 Euro wurden wir so nebenbei auch noch los...
Tja, nicht einfach nach Libyen zu reisen.. *g*
 
Diese zwei Herren auf dem Bild machen keine Pause - sie arbeiten - sie kontrollieren die Stempel in den Pässen und sind sehr sehr wichtig dabei. Selbst wenn der eine keine Uniform trägt ist er sehr wichtig (das nennt sich hier Security :)
Wir haben die zwei (manchmal waren es auch mal wieder 3 oder 4 wichtige Männer) mobiles Grenzschutzzentrum genannt!

Wie gesagt, nach 2 Stunden hicki-hacki an der Grenze konnte uns endlich Werner in Empfang nehmen und wir genossen unseren 1. Kaffee um 0,60 Euro - excellenter Kaffee! :)
 
 
Danach machten wir uns mit unserem Guide an den Fersen (man darf sich als Tourist in Libyen nicht frei bewegen!!!!) Richtung Tripoli....
 
Nun ist es auch wirklich schwierig auf den Straßen: Libyscher Verkehr ist unvorstellbar... viel viel viel schlimmer als bei den Italienern... oidaaaaa
Außerdem kann man jetzt auch keine Straßenbeschilderungen mehr lesen, wenn man nicht der arabischen Sprache mächtig ist!!!

Unser Guide fährt im weißen Auto voran... :)
 
Nach der Grenze tankten wir den ELKI einmal voll + alle Kanister, die wir mit haben. Haltet euch fest, wir bezahlten für 220 liter umgerechnet 18 EURO!!!!!! Ein Paradies! :)






unsere libyschen Kennzeichen

warten auf...



 km 59.671; 18:30 Tripoli (Libyen)

 


Till & Alvin beim reparieren der Wassertanks ;)


unser Wachhund "Neka"

das geschichtliche Museum in Tripolis
 
"Die schwarze Mumie" -- Älteste Mumie

Carmen shopping im suk


19.2.10 Tripoli - Leptis Magna

 Heute, FR (Feiertag der Moslems) waren wir mit Werner in Leptis Magna, eine antike römische Stadt in der Nähe von Tripoli! 

Bis zu 100.000 Menschen sollen in dieser Stadt gelebt haben. Für die Römer war sie eine Oase mit riesigen Badanlagen, Saunen und einen großen Theater... alles aus Marmor... und teilweise unvorstellbar gut erhalten...