Bamako 1 from Carmenbaer on Vimeo.
"Man reist nicht nur um anzukommen,
sondern vor allem, um unterwegs zu sein."
(Goethe)
28.09.2013
10.08.2013
Welcome Home
Etwas nervös, aber entspannt, braun gebrannt, um etliche Erfahrungen reicher und a bissi älter, kommen wir nach 10 Monaten wieder in unsere Heimat, ins Mühlviertel. Dort, wo am 11. Oktober 2012 unser Abenteuer begonnen hat, endet es auch wieder, und zwar am 20. Juli (eine Woche früher als geplant) 2013!
Unsere Familien und engsten Freunde warteten bereits auf uns und die Wiedersehensfreude ist sehr groß. Obwohl wir schon jetzt das Reisen und den Kontinent Afrika vermissen...
Aber wie heißt es doch so schön: "Nach der Reise ist vor der Reise!"
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| Afrikanische Bierverkostung |
| Gleich nach Ankunft: Hans Söllner in concert. Welch ein Einstieg in Österreich |
21.07.2013
Besuch bei Freunden
Am 10.Juli verabschieden wir uns schweren Herzens von Frankreich... Irgendwann müssen wir dann doch nachhause...
Über Besancon und Colmar (ja keine Autobahn) fahren wir nach Deutschland und verbringen erstmal eine Nacht in Freiburg.
Freiburg ist eine junge und grüne Stadt, in der viele Studenten leben. Eine sehr sympathische Stadt, wie wir finden. Wir stellen uns um 10 Euro (inkl. Internet) auf einen WOMO-Stellplatz in der Stadtmitte. Ein sehr netter Platzbetreiber dort, der uns mal eben 2 kg Gas gratis in unsere Flasche füllt, weil wir ihm erzählen, dass wir schon knapp sind mit dem Gas. Am nächsten Tag spazieren wir in die Altstadt und bummeln in der Einkaufsstraße zwischen den zahlreichen Bücherläden umher. Wir sind total begeistert und happy über die vielen Bücher in deutscher Sprache, sodass wir uns gleich 3 neue kaufen. Nach einem Milchkaffee schlendern wir wieder zurück und brechen kurz nach Mittag auch schon wieder auf – weiter geht’s Richtung München, wo wir Wolfgang besuchen wollen.
Am
Vormittag des 12. Juli kommen wir bei der Allianz Arena in München an, wo man
anscheinend um 15 Euro pro Nacht parken kann. Die spinnen – komplett zu teuer
denken wir uns, aber egal, wir wollen so stressfrei wie möglich durch München
und diese scheiss beschissene neue Regelung mit den Umweltzonen (in Wahrheit Regelung zur Ankurbelung der Autoindustrie) in deutschen Städten kommt
uns mit dem LKW nicht gerade zu Gute.
Jedenfalls
verbringen wir einen sehr sehr schönen Tag mit Wolfgang und Johanna in München.
Sie zeigen uns ihre Sehenswürdigkeiten (kommentiert von Wolfgang), wir gehen indisch essen, Eis schlemmern
und in den Biergarten.
So
viele Porsches wie wir in München gesehen haben, habe ich mein ganzes Leben
noch nicht gesehen.
Am
nächsten Tag verlassen wir früh die Stadt – schnell weg hier. Wir haben in
einem Tag zu viel Geld gebraucht und müssen fürs Parken jetzt auch noch 30 Euro
bezahlen – Entsetzlich!!!
Nach
130 km erreichen wir Regensburg. Sebi nimmt uns in Empfang und wir fahren
gemeinsam zum Wagenplatz, wo er gerade in seinem Magirus wohnt.
Auf
dem Platz leben insgesamt 15 Leute in ihren Zirkuswagons oder Fahrzeugen. Sie
haben eine Gemeinschaftsküche, Internet, einen gemeinsamen Wagon mit Dusche,
Waschmaschine und Klo und einen gemeinsamen Pizzaofen. Pro Fahrzeug bezahlen
die Leute hier 35 Euro pro Monat für Wasser, Miete des Sanitärwagons und
Entleeren des Abwassers. Das Gründstück ist riesig und sehr verwachsen, sehr
grün. Jeder hat viel Platz und Privatsphäre auf seinem Stellplatz.
Wir verbringen eine superschöne Woche mit Punk-Konzerten, tiefsinnigen Lagerfeuergesprächen, Grillereien, Fahrrad-Stadttouren, Flohmarktstöberein und sprühen. Wir lernen wieder einmal wahnsinnig nette Menschen am Wagenplatz kennen und verbringen eine entspannte letzte Reise-Woche in Deutschland. Danke Sebibär!
| Jesus auch in Freiburg |
| München |
| Flusswelle mitten in München |
| Mit Johanna und Wolfgang in "Mina" - danke für die lustige Stadtführung! |
| Regensburg |
| schräge Crustband im "Plan 9", Regensburg |
| Am Wagenplatz |
| Sebi |
| Frau Scherer |
| KARE in Regensburg |
10.07.2013
Tour de France
Zeitgleich
zur echten "Tour de France" touren nun auch wir in Frankreich herum.
Ende Juni verabschieden wir uns von Sebastian und seinem Hund Finn, die wir in Ajo am Strand kennenlernten, und fahren an der Küste rauf nach Frankreich.
Das
Navigieren ist ein kleines Desaster auf dieser Strecke. Wir wollen auf jeden
Fall die Autobahn (kostenpflichtig und nicht billig) vermeiden und die
Nationalstraße nehmen. Soll ja eigentlich nicht so schwer sein aber bei so
vielen Straßen wie es in Europa der Fall ist, ist das Navigieren ganz schön
anspruchsvoll. Jedenfalls irren wir in Donostia S. Sebastian herum auf der
Suche nach der N1. Irgendwann landen wir dann doch auf der Autobahn - erstmal
in die falsche Richtung – ab- und wieder aufgefahren geht’s in die richtige
Richtung, drauf geschissen fahren wir jetzt ein Stück mal raus aus der Stadt
und hoffen drauf dass das Chaos in Frankreich besser wird. Für nicht mal 30 km
bezahlen wir über 10 Euro. In Frankreich ist die Nationalstraße zwar leicht zu
finden aber eigentlich gesperrt für über 7 Tonnen. Wieder drauf geschissen. Wir
möchten jetzt endlich ein Stück weiter kommen und zu unserem Stellplatz nach
Hossegor... In Frankreich gibt es solche Stellplätze für Wohnmobile, an denen man als Alternative zu teuren Campingplätzen stehen kann, manchmal gratis, manchmal um 8-10 Euro. Dafür hat man Wasser und manchmal Toiletten. Nicht ganz billig aber wildcampen ist nicht mehr ganz so einfach jetzt. In Hossegor treffen wir
wieder mal auf ein paar junge Leute.
Von
Hossegor geht’s zuerst weiter nach St. Eulalie am See und dann wieder an die Küste, an den
plage la laguna, wo wir (wie gewohnt) gratis und direkt am Strand stehen.
An
der Küste verbringen wir noch einige Tage, rammen dann noch einen spanischen
Mietwagen mit ukrainischer Familie auf Urlaub (nix passiert außer kaputtes Nervenkostüm bei manchen Beteiligten, Lackschaden am
Auto und Versicherungstrallallaaaa), fahren weiter über die berühmte „rue de
vin“ in der Gegend von Bordeaux nach R.S.Estephe, La Rochefoucauld und in das
wunderhübsche Dörfchen Bellac.
Traumhafte
Gegenden, bezaubernde Ortschaften, umwerfende Schlösser und sehr sehr nette
Menschen (Ausnahmen sind eine lustige Abwechslung)
Das
Angebot in den Supermärkten Frankreichs ist noch mal um einiges reicher als in
Spanien und Portugal. An jeder Ecke gibt es einen Super oder Hyper U, einen
Intermarché, einen Lidl oder Aldi, etc. etc. etc. Beim Einkaufen brauchen wir
jedes Mal eine Ewigkeit und sind komplett überfordert mit dieser Auswahl. Es
ist schon fast eine Qual mit diesem Sortiment. In Afrika war das noch einfach:
Brot oder kein Brot. Milchpulver oder überhaupt keine Milch, Gemüse, was grad
verfügbar war...
| Skimboarden in Spanien |
| Wanderung zum Leuchtturm |
| Carmen will nicht mehr wandern... |
| Leuchtturm in Ajo/Spanien |
| endlich haben wir sie gefunden, die Nationalstraße nach Frankreich |
| Stellplatz am plage la laguna |
| Die Düne von Pyla - ganz schön beschwerlich die Besteigung |
| Route de vin in Bordeaux |
| R.S.Estephe |
| chateau La Rochefoucould |
| Kirche im gleichnamigen Ort La Rochefoucould |
| Bellac |
Nach einer Nacht in Bellac fahren wir weiter nach Digoin an der Loire. Dort gibt es zwischen Baustelle und Kinderspielplatz einen gratis Stellplatz mit Blick auf die schöne Loire. Am Abend wird noch etwas herumspaziert. Zufällig spielt eine Band, die französische Lieder trällert - direkt an der Loire unter Bäumen. Eine Weile sitzen wir hier und lauschen der Musik. Als wir nächsten Tag erwachen, findet ein Flohmarkt am Platz neben dem Stellplatz statt. Supertoll. Während Till laufen geht, stöbere ich zwischen französischen Kinderbüchern, muffeliger Kleidung und altem Porzellan.
Am Nachmittag fahren wir mit geleihten Fahrrädern am Canal à la Loire entlang, ein herrlicher Radweg.
Als wir schon wieder am Rückweg waren (weil uns der Hunger vorantrieb), passierte es dann: Beim Nebeneinander fahren, verhakte ich irgendwie mit meinem Lenker in Tills Bremse und wir konnten die Räder nicht mehr voneinander lösen. Jedenfalls nicht so, dass wir nicht stürzten.... Ich landete mit dem Kopf und der Schulter voran am Asphalt, Till auf mir, das Rad unter mir. Das tat ordentlich weh. Mir war etwas schwindelig und meine Schulter radiert. Naja, wir fuhren zurück und ich ruhte mich ein wenig aus. Wahrscheinlich eine leichte Gehirnerschütterung.
Am nächsten Tag war die Wäsche trocken und mein Kopf brummte... Wir fuhren weiter nach Remigny, etwas südlich von Dijon, in der Provinz Bourgogne, wo es mehrere Klettergebiete gibt. Das Gebiet war etwas schwierig zu finden, aber wir haben uns durchgefragt und den Platz dann doch noch gefunden. Ein supertolles Klettergebiet und ein lauschiger Stellplatz davor. Perfekt.
Am Abend gesellen sich auch zwei Deutsche mit ihrem VW-Bus neben uns. Chris und Jörg, die auch gerade von einer 1-jährigen Asienreise zurückgekommen sind. Wir finden sofort ein gemeinsames Gesprächsthema und sitzen bis nach Mitternacht, trinken dabei 3 Flaschen Wein und kommen fast nicht mehr aus dem Reden raus.
26.06.2013
Von Coimbra an die Nordküste Spaniens
In
Coimbra verbringen wir noch zwei Tage und es war sehr schön dort.
Auch
die Umgebung um Coimbra ist landschaftlich sehr sehr schön. Viel Wald, viele
Flüsse, viele Steine und teilweise wird Wein angebaut. In der Nähe von Nelas
finden wir am Rio Mondego einen tollen Stellplatz direkt beim Wasser. Einige
Fischer saßen dort, als wir ankamen. Wir fragen sie, ob wir da überhaupt stehen
können. Alle sehr freundlich (wie gewohnt in Portugal) à
natürlich, können wir hier stehen. Wir sind herzlich willkommen - Was
für eine Frage.
Da
unsere Wasservorräte zu Ende gingen, verlassen wir dieses Traum Plätzchen und
fahren weiter nach Macedo de Cavaleiros. Dort befüllen wir unsere Wassertanks
auf der Tankstelle und schlafen auf dem Parkplatz vorm öffentlichen Hallenbad,
welches wir in der Früh zum Schwimmen und vor allem zum Duschen besuchen. Dann
geht es weiter zum nächsten Stausee, zum Barragem do Azibo. Dort finden wir
einen öffentlichen Badestrand, wo sie uns neben dem Resti stehen lassen. Nach
einem ausgiebigen Bade- und Sonnentag fahren wir weiter über Braganca, reisen
am 22. Juni in Zamora wieder in
Spanien ein und über Puente Duero geht’s nach Cabarceno und weiter an die
Nordküste Spaniens, und zwar erstmal nach Ajo, wo wir eine traumhafte Küste vorfinden
und direkt am Strand stehen können (Urlaub am Parkplatz mit Meerblick und Duschen am Strand)
| Coimbra |
| Stellplatz am Rio Mondego |
| Rio Mondego |
| Unser Stellplatz am Playa Ajo |
| Surfspot in Ajo |
| Spaniens Nordküste |
| Fin beim Skimboarden :) |
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