"Man reist nicht nur um anzukommen,
sondern vor allem, um unterwegs zu sein."

(Goethe)

10.08.2013

Welcome Home

Etwas nervös, aber entspannt, braun gebrannt, um etliche Erfahrungen reicher und a bissi älter, kommen wir nach 10 Monaten wieder in unsere Heimat, ins Mühlviertel. Dort, wo am 11. Oktober 2012 unser Abenteuer begonnen hat, endet es auch wieder, und zwar am 20. Juli (eine Woche früher als geplant) 2013!
Unsere Familien und engsten Freunde warteten bereits auf uns und die Wiedersehensfreude ist sehr groß. Obwohl wir schon jetzt das Reisen und den Kontinent Afrika vermissen... 
Aber wie heißt es doch so schön: "Nach der Reise ist vor der Reise!"








Afrikanische Bierverkostung
Gleich nach Ankunft: Hans Söllner in concert. Welch ein Einstieg in Österreich


21.07.2013

Besuch bei Freunden



Am 10.Juli verabschieden wir uns schweren Herzens von Frankreich... Irgendwann müssen wir dann doch nachhause... 
Über Besancon und Colmar (ja keine Autobahn) fahren wir nach Deutschland und verbringen erstmal eine Nacht in Freiburg. 

Freiburg ist eine junge und grüne Stadt, in der viele Studenten leben. Eine sehr sympathische Stadt, wie wir finden. Wir stellen uns um 10 Euro (inkl. Internet) auf einen WOMO-Stellplatz in der Stadtmitte. Ein sehr netter Platzbetreiber dort, der uns mal eben 2 kg Gas gratis in unsere Flasche füllt, weil wir ihm erzählen, dass wir schon knapp sind mit dem Gas. Am nächsten Tag spazieren wir in die Altstadt und bummeln in der Einkaufsstraße zwischen den zahlreichen Bücherläden umher. Wir sind total begeistert und happy über die vielen Bücher in deutscher Sprache, sodass wir uns gleich 3 neue kaufen. Nach einem Milchkaffee schlendern wir wieder zurück und brechen kurz nach Mittag auch schon wieder auf – weiter geht’s Richtung München, wo wir Wolfgang besuchen wollen.
Am Vormittag des 12. Juli kommen wir bei der Allianz Arena in München an, wo man anscheinend um 15 Euro pro Nacht parken kann. Die spinnen – komplett zu teuer denken wir uns, aber egal, wir wollen so stressfrei wie möglich durch München und diese scheiss beschissene neue Regelung mit den Umweltzonen (in Wahrheit Regelung zur Ankurbelung der Autoindustrie) in deutschen Städten kommt uns mit dem LKW nicht gerade zu Gute.
Jedenfalls verbringen wir einen sehr sehr schönen Tag mit Wolfgang und Johanna in München. Sie zeigen uns ihre Sehenswürdigkeiten (kommentiert von Wolfgang), wir gehen indisch essen, Eis schlemmern und in den Biergarten.
So viele Porsches wie wir in München gesehen haben, habe ich mein ganzes Leben noch nicht gesehen. 
Am nächsten Tag verlassen wir früh die Stadt – schnell weg hier. Wir haben in einem Tag zu viel Geld gebraucht und müssen fürs Parken jetzt auch noch 30 Euro bezahlen – Entsetzlich!!!

Nach 130 km erreichen wir Regensburg. Sebi nimmt uns in Empfang und wir fahren gemeinsam zum Wagenplatz, wo er gerade in seinem Magirus wohnt. 
Auf dem Platz leben insgesamt 15 Leute in ihren Zirkuswagons oder Fahrzeugen. Sie haben eine Gemeinschaftsküche, Internet, einen gemeinsamen Wagon mit Dusche, Waschmaschine und Klo und einen gemeinsamen Pizzaofen. Pro Fahrzeug bezahlen die Leute hier 35 Euro pro Monat für Wasser, Miete des Sanitärwagons und Entleeren des Abwassers. Das Gründstück ist riesig und sehr verwachsen, sehr grün. Jeder hat viel Platz und Privatsphäre auf seinem Stellplatz. 
Wir verbringen eine superschöne Woche mit Punk-Konzerten, tiefsinnigen Lagerfeuergesprächen, Grillereien, Fahrrad-Stadttouren, Flohmarktstöberein und sprühen. Wir lernen wieder einmal wahnsinnig nette Menschen am Wagenplatz kennen und verbringen eine entspannte letzte Reise-Woche in Deutschland. Danke Sebibär! 

Jesus auch in Freiburg

München

Flusswelle mitten in München


Mit Johanna und Wolfgang in "Mina" - danke für die lustige Stadtführung!
Regensburg

schräge Crustband im "Plan 9", Regensburg 

Am Wagenplatz

Sebi

Frau Scherer 


KARE in Regensburg



10.07.2013

Tour de France


Zeitgleich zur echten "Tour de France" touren nun auch wir in Frankreich herum. 
Ende Juni verabschieden wir uns von Sebastian und seinem Hund Finn, die wir in Ajo am Strand kennenlernten, und fahren an der Küste rauf nach Frankreich. 
Das Navigieren ist ein kleines Desaster auf dieser Strecke. Wir wollen auf jeden Fall die Autobahn (kostenpflichtig und nicht billig) vermeiden und die Nationalstraße nehmen. Soll ja eigentlich nicht so schwer sein aber bei so vielen Straßen wie es in Europa der Fall ist, ist das Navigieren ganz schön anspruchsvoll. Jedenfalls irren wir in Donostia S. Sebastian herum auf der Suche nach der N1. Irgendwann landen wir dann doch auf der Autobahn - erstmal in die falsche Richtung – ab- und wieder aufgefahren geht’s in die richtige Richtung, drauf geschissen fahren wir jetzt ein Stück mal raus aus der Stadt und hoffen drauf dass das Chaos in Frankreich besser wird. Für nicht mal 30 km bezahlen wir über 10 Euro. In Frankreich ist die Nationalstraße zwar leicht zu finden aber eigentlich gesperrt für über 7 Tonnen. Wieder drauf geschissen. Wir möchten jetzt endlich ein Stück weiter kommen und zu unserem Stellplatz nach Hossegor... In Frankreich gibt es solche Stellplätze für Wohnmobile, an denen man als Alternative zu teuren Campingplätzen stehen kann, manchmal gratis, manchmal um 8-10 Euro. Dafür hat man Wasser und manchmal Toiletten. Nicht ganz billig aber wildcampen ist nicht mehr ganz so einfach jetzt. In Hossegor treffen wir wieder mal auf ein paar junge Leute.

Von Hossegor geht’s zuerst weiter nach St. Eulalie am See und dann wieder an die Küste, an den plage la laguna, wo wir (wie gewohnt) gratis und direkt am Strand stehen.
An der Küste verbringen wir noch einige Tage, rammen dann noch einen spanischen Mietwagen mit ukrainischer Familie auf Urlaub (nix passiert außer kaputtes Nervenkostüm bei manchen Beteiligten, Lackschaden am Auto und Versicherungstrallallaaaa), fahren weiter über die berühmte „rue de vin“ in der Gegend von Bordeaux nach R.S.Estephe, La Rochefoucauld und in das wunderhübsche Dörfchen Bellac.
Traumhafte Gegenden, bezaubernde Ortschaften, umwerfende Schlösser und sehr sehr nette Menschen (Ausnahmen sind eine lustige Abwechslung)
Das Angebot in den Supermärkten Frankreichs ist noch mal um einiges reicher als in Spanien und Portugal. An jeder Ecke gibt es einen Super oder Hyper U, einen Intermarché, einen Lidl oder Aldi, etc. etc. etc. Beim Einkaufen brauchen wir jedes Mal eine Ewigkeit und sind komplett überfordert mit dieser Auswahl. Es ist schon fast eine Qual mit diesem Sortiment. In Afrika war das noch einfach: Brot oder kein Brot. Milchpulver oder überhaupt keine Milch, Gemüse, was grad verfügbar war...

Skimboarden in Spanien

Wanderung zum Leuchtturm
Carmen will nicht mehr wandern...

Leuchtturm in Ajo/Spanien

endlich haben wir sie gefunden, die Nationalstraße nach Frankreich

Stellplatz am plage la laguna

Die Düne von Pyla - ganz schön beschwerlich die Besteigung



Route de vin in Bordeaux

R.S.Estephe

chateau La Rochefoucould


Kirche im gleichnamigen Ort  La Rochefoucould

Bellac







Nach einer Nacht in Bellac fahren wir  weiter nach Digoin an der Loire. Dort gibt es zwischen Baustelle und Kinderspielplatz einen gratis Stellplatz mit Blick auf die schöne Loire. Am Abend wird noch etwas herumspaziert. Zufällig spielt eine Band, die französische Lieder trällert - direkt an der Loire unter Bäumen. Eine Weile sitzen wir hier und lauschen der Musik. Als wir nächsten Tag erwachen, findet ein Flohmarkt am Platz neben dem Stellplatz statt. Supertoll. Während Till laufen geht, stöbere ich zwischen französischen Kinderbüchern, muffeliger Kleidung und altem Porzellan. 
Am Nachmittag fahren wir mit geleihten Fahrrädern am Canal à la Loire entlang, ein herrlicher Radweg.
Als wir schon wieder am Rückweg waren (weil uns der Hunger vorantrieb), passierte es dann: Beim Nebeneinander fahren, verhakte ich irgendwie mit meinem Lenker in Tills Bremse und wir konnten die Räder nicht mehr voneinander lösen. Jedenfalls nicht so, dass wir nicht stürzten.... Ich landete mit dem Kopf und der Schulter voran am Asphalt, Till auf mir, das Rad unter mir. Das tat ordentlich weh. Mir war etwas schwindelig und meine Schulter radiert. Naja, wir fuhren zurück und ich ruhte mich ein wenig aus. Wahrscheinlich eine leichte Gehirnerschütterung.
Am nächsten Tag war die Wäsche trocken und mein Kopf brummte... Wir fuhren weiter nach Remigny, etwas südlich von Dijon, in der Provinz Bourgogne, wo es mehrere Klettergebiete gibt. Das Gebiet war etwas schwierig zu finden, aber wir haben uns durchgefragt und den Platz dann doch noch gefunden. Ein supertolles Klettergebiet und ein lauschiger Stellplatz davor. Perfekt.
Am Abend gesellen sich auch zwei Deutsche mit ihrem VW-Bus neben uns. Chris und Jörg, die auch gerade von einer 1-jährigen Asienreise zurückgekommen sind. Wir finden sofort ein gemeinsames Gesprächsthema und sitzen bis nach Mitternacht, trinken dabei 3 Flaschen Wein und kommen fast nicht mehr aus dem Reden raus.


Radfahren an der Loire

Klettern in Remigny und St. Denis

26.06.2013

Von Coimbra an die Nordküste Spaniens




In Coimbra verbringen wir noch zwei Tage und es war sehr schön dort.
Auch die Umgebung um Coimbra ist landschaftlich sehr sehr schön. Viel Wald, viele Flüsse, viele Steine und teilweise wird Wein angebaut. In der Nähe von Nelas finden wir am Rio Mondego einen tollen Stellplatz direkt beim Wasser. Einige Fischer saßen dort, als wir ankamen. Wir fragen sie, ob wir da überhaupt stehen können. Alle sehr freundlich (wie gewohnt in Portugal) à  natürlich, können wir hier stehen. Wir sind herzlich willkommen - Was für eine Frage.
Da unsere Wasservorräte zu Ende gingen, verlassen wir dieses Traum Plätzchen und fahren weiter nach Macedo de Cavaleiros. Dort befüllen wir unsere Wassertanks auf der Tankstelle und schlafen auf dem Parkplatz vorm öffentlichen Hallenbad, welches wir in der Früh zum Schwimmen und vor allem zum Duschen besuchen. Dann geht es weiter zum nächsten Stausee, zum Barragem do Azibo. Dort finden wir einen öffentlichen Badestrand, wo sie uns neben dem Resti stehen lassen. Nach einem ausgiebigen Bade- und Sonnentag fahren wir weiter über Braganca, reisen am 22. Juni in  Zamora wieder in Spanien ein und über Puente Duero geht’s nach Cabarceno und weiter an die Nordküste Spaniens, und zwar erstmal nach Ajo, wo wir eine traumhafte Küste vorfinden und direkt am Strand stehen können (Urlaub am Parkplatz mit Meerblick und Duschen am Strand) 



Coimbra






Stellplatz am Rio Mondego


Rio Mondego

Unser Stellplatz am Playa Ajo


Surfspot in Ajo


Spaniens Nordküste


Fin beim Skimboarden :)