"Man reist nicht nur um anzukommen,
sondern vor allem, um unterwegs zu sein."

(Goethe)

14.12.2012

Die Königsstadt Marrakech

Mit dem Visum in der Hand sind wir noch am selben Tag direkt nach Marrakech gefahren (300 km Autobahn) Rene ist bereits Mittag aufgebrochen, da seine Eltern und seine Schwester am Nachmittag in Marrakech eingetroffen sind. Sie werden eine Woche hier Urlaub machen :D


Die Autobahn nach Marrakech - Die Jungs hier nutzen die Autobahn für einen Spaziergang!


Sehr zentral, hinter dem Djamaa-el-Fna und der Kutubiya-Moschee (die größte Moschee in Nordafrika), gibt es einen großen Parkplatz, wo wir und das Steyr-Team für eine Nacht parken, um uns zu Fuß dem Touriprogramm in Marrakech hinzugeben! Rene hat das Privileg beim Hotel seiner Eltern am Parkplatz stehen zu dürfen. 

Marrakech, eine der Königsstädte in Marokko ist eine sehr schöne und authentische Stadt nördlich des Hohen Atlas, dessen 4000 m hohe Gipfel südlich der Stadt aufragen. Im Stadtgebiet leben knapp 1 Mio. Einwohner, die sich stolz Marrakchis nennen. Traditionell sind sie als begnadete Geschichtenerzähler bekannt, das Zentrum der mündlichen Überlieferung bildet dabei natürlich der Djamaa-el-Fna. Der Djamaa-el-Fna trennt die Medina in einen nördlichen Teil mit den ausgedehnten Souks (die größten des Landes) und in einen südlichen Abschnitt mit Sehenswürdigkeiten wie dem El-Badi-Palast, den Saadier-Gräber sowie dem Kasbah-Viertel. Der Platz ist seit Jahrhunderten ein Platz der Begegnung, des Handels und des Austauschs. Durch das Gewirr von Menschen tönt das Glockengeläut der Wasserverkäufer, Frauen sitzen auf Höckern und bieten Hennatattoos an, Männer aus dem Süden verkaufen Wundermittelchen und an zahlreichen Saftständen gibt es frisch gepressten Orangensaft um 4 DH. 
Bei einem Bummel über den Djamaa-el-Fna (Platz der Geköpften) und durch die Souks erleben wir orientalisches, echtes Alltagsleben. Natürlich kann ich bei dem Angebot an Handwerkssachen aus Marokko nur schwer widerstehen und kaufe einen von Hand gemachten Teppich und Ledersandalen. Wollte eigentlich auch noch eine Aladdin-Hose und Halsketten kaufen - keiner der Händler wollte sich aber auf meinen Preis einlassen - so ließ ich es bleiben, da mir die Sachen sehr überteuert vorkamen. 


Deborah beim Preisverhandeln für Ziegenfüße!! 

Die Souks in Marrakech

Die Kutubya-Moschee, die größte Moschee in Nordafrika!

Die Kutubya-Moschee bei Sonnenuntergang
Der Djamaa-el-Fna bei Nacht

Essen in den Garküchen am Djamaa-el-Fna. Die Leckereien kosten hier 30 DH pro Portion

Die Kasbah-Moschee

Gewürz-Laden!

Die Saadier-Gräber



Nach zwei Tagen Marrakech haben wir die Nase voll von Großstadt und wollen wieder raus ans Meer. Rene wird seinen Eltern noch Gesellschaft leisten, während wir schon mal nach Aourir (bei Agadir) vorfahren. 
Vorerst schauen uns Till und ich aber noch wegen neuen Patscherl für Schlumpf um, da die zwei Hinterreifen beim Pistenfahren schon sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wir fragen bei einer Michelin-Werkstätte nach den Preis unserer Spezial-Reifen. Begonnen hat er bei 12.000 DH + Montage. Wir sagten, dass dieser Preis viel zu hoch ist und wir die Reifen in Casablanca um 10.600 DH bekommen (Ein angebliches Telefonat  mit Casablanca vor dem Chef wirkt Wunder). Er geht auf 10.800 herunter --> Till versichert, er bezahlt nur 10.600, sonst fahren wir einfach nach Casa, ist ja kein Problem für uns. Na gut, er gibt sie uns doch um 10.600 aber + 200 DH Montage und die VISA Kosten müssen wir auch übernehmen, die müssen sonst sie bezahlen (2%) Till lacht laut und sagt: "Sicher nicht - gut danke, wir besorgen uns die Reifen in Casa." - Chef:" Nein, nein, ok, gut, ohne VISA Kosten." Er würde die Reifen gleich bestellen und morgen Früh, um 10:00 sind sie da und wir könnten Mittag nach Agadir fahren. Wir trauen dem ganzen nicht recht aber da wir sicher nicht mehr nach Casa zurückfahren und so schnell wie möglich nach Agadir wollen, stimmen wir dem Geschäft zu.
Die Nacht verbringen wir in der Nähe der Werkstatt auf einem Campingplatz. In der Früh war ich überrascht, als tatsächlich vor 10:00 das Handy klingelt und der Chef anruft, unsere Reifen wären da. :D Ein Wahnsinn denken wir, die Werkstatt scheint echt gut zu sein! Schnell packen wir zusammen und sind kurz drauf in der Werkstatt. 
Die Arbeiter machen sich auch promt an die Arbeit. Als ein Reifen schon auf der Felge war, wirft Till einen kontrollierenden Blick drauf, und ihm fällt auf, dass es die falschen Reifen sind!!!!! NEIN! Statt 85, waren es 80er (also viel zu klein). Till macht den Arbeiter drauf aufmerksam - der meint nur: Maschi Muschkil - no problem!!! :D...... WIE BITTE? - Kein Problem??? Wenn die Reifen eigentlich zu klein sind für die Felgen??? Oh mann, wir trauen unseren Ohren nicht! Sauer teilen wir dem Chef mit, die Arbeit rückgängig zu machen - wir brauchen passende Reifen - keine falschen!!! Er wollte uns auch noch einreden, dass die Reifen schon passen! :D Als wir schon fahren wollten, macht er uns aber doch noch ein Angebot, dass er die Reifen neu bestellt, diese würden um 16:00 da sein und da sie teurer sind, können wir sie um 10.800 DH inkl. Montage und VISA Kosten haben. Also gut: wir stimmen zu, unter einer Bedingung: Wir wollen unsere alten Reifen bis Juni (wenn wir wieder zurückkommen) bei ihnen gratis lagern können. Sie versicherten uns, dass das in Ordnung geht - Maschi Muschkil!  Denn eigentlich freut es uns eh nicht, in Agadir wieder nach Reifen suchen zu müssen.
Am Campingplatz warten wir bis 16:00, fahren dann erneut zur Werkstatt  und warten dort auf unsere Reifen - es wird nach 17:00. Und unser anfängliches Misstrauen bestätigt sich jetzt erst so richtig: Zwar haben sie jetzt die richtigen Reifen bestellt, aber bei der Montage drischt der Arbeiter mit der Eisenstange so an der Felge herum, dass er nicht nur den Lack (Rostschutz!) zerstört sondern auch Metall mit abschlägt. Till sagt ihm wütend, dass das nicht gut sei für die Felge. Darauf wieder die Antwort: Maschi Muschkil! Echt unglaublich - was für eine Werkstatt. Unter Adlers Augen lassen wir ihn weiterarbeiten (eh schon zu spät) und dann zerstörrt er mit seinem Wagenheber auch noch einen Ablassschrauben am Differenzial. 
Und jetzt setzt die dumme Sekretärin Allem noch die Krone auf: Sie war es, die uns anfänglich versichert hat, unsere Reifen hier einlagern zu können (unsere Bedingung) sagt uns jetzt, dass wir die Reifen nur gegen Geld lagern können. Jetzt platzt auch mir der Kragen und ich werde richtig laut. Die ganze Werkstatt inkl. Arbeitern, die ihre Arbeit schon lange liegen gelassen haben, richten ihre Augen nur auf uns. Als wir dann wieder mit einem Anruf einer wichtigen Person drohen, willigten sie uns ein, die Reifen bis Juni hier für uns aufzuheben.
Richtig fertig und sauer auf diese Unkompetenz dieser Scheiss-Firma verlassen wir um 19:00 endlich Marrakech. 


tataaaa: Schlumpfs neue Schuhe!

Wir brausen durch nach Agadir und noch in der Nacht erreichen wir den Stellplatz von Oliver & Deborah in Aourir, bei einem Jugendzentrum direkt am Strand -  Die beiden haben bei ihrem letzten Aufenthalt hier länger gestanden und kennen den Leiter des Surf- u. Jugendzentrums recht gut. Wir dürfen uns hier wie zuhause fühlen, sagt er. Abdellah hat aus eigenen Stücken dieses Jugendzentrum aufgebaut. Er ist Surfprofi und er möchte neben seiner eigentlichen Arbeit und seiner Familie, Jugendliche, die kein bzw. nicht viel Geld haben, die Möglichkeit geben, hier surfen zu lernen. In diesem Haus können sich Jugendliche außerdem treffen, Fußballspielen, es gibt Schlaf- Dusch- und Kochmöglichkeiten. Abdellah ist nur auf Spenden und finanzielle Unterstützungen angewiesen. Es gibt keine staatlichen Subventionen dafür. Oliver und Deborah haben in Österreich Sportutensilien gesammelt, die sie ihm heute überreicht haben. Er war sichtlich gerührt. Die Kids haben Bälle, einen Basketballkorb und Inline-Skates bekommen. Natürlich wurden die Sachen auch auf der Stelle ausprobiert. 

Heute wachten wir auf, blicken aufs Meer, genießen den strahlenden Sonnenschein und der Steyr neben uns...
Alles von gestern war auf Anhieb vergessen und wir können den heutigen Tag in Vollen Zügen genießen und freuen uns über die neuen Reifen!
Außerdem haben wir jetzt ein Moped, das uns Oliver aus Österreich mitgenommen hat!


Unser Stellplatz in Aourir - wir bleiben bis Mittwoch hier!

Bei Abdellah, Begründer dieses Jugendzentrums, in Aourir

Jugendzentrum mit Vorplatz!

Die wilde Mopedgang von Aourir!



11.12.2012

Welcoming Steyr-Team & VISUM in Rabat

Die letzten Tage waren wieder sehr aufregend für uns!
Am Sonntag haben wir uns mit  Deborah und Oliver + Hund, La Lupa in Rabat getroffen. Sie sind am 8. Dezember mit der Fähre in Tanger angekommen. Für alle, die es noch nicht wissen - sie begleiten uns in ihrem Steyr in den Senegal und werden voraussichtlich bis März bei uns sein! Wir freuen uns sehr darüber, dass die Beiden nun mit uns weiterreisen!
Zeitig zum 2. Adventsonntag überreichten uns Deborah und Oliver ein Päckchen - mitgeschickt von meiner lieben Frau Mama: Eine riesen Schachtel gefüllt mit den besten Weihnachtskeksen und einem kleinen Nikolaus!!! Wir konnten es kaum glauben! Eine echt gelungene Überraschung von Mami - vielen Dank für die lecker Kekse!!! :D :D

Die zwei LKW Freunde fahren ab jetzt zusammen! 

In Rabat wollten wir so schnell wie möglich das Visum für Mauretanien beantragen.
Bevor wir nach Rabat gekommen sind, haben wir die Engländer Ping und Noel getroffen. Die Beiden wollen in ihrer wohlverdienten Rente nun nach Südafrika reisen und haben bereits das mauretanische Visum beantragt. Von ihnen erhalten wir wertvolle Tips  zum Ablauf auf der Botschaft.
Ausgezeichnet darauf vorbereitet stellen wir uns gleich am Sonntag Abend mit unseren 3 Autos in die Straße der Botschaft, wo wir auf weitere interessante Traveler stoßen, 4 junge Leute aus Amsterdam + Hund in ihrem MercedesBus, die ebenso in den Senegal reisen. Außerdem treffen wir auch auf zwei Niederösterreicher, die in ihrem VW-Herbie-Käfer (http://herbiesworldtour.com/) schon seit 2009 unterwegs sind und mit Afrika nun ihren letzten Kontinent bereisen- sie waren bis jetzt in über 60 Ländern! Wow - sehr beeindruckend. Auch von Dominik erhalten wir noch Hilfe in Sachen französisches Antragsformular ausfüllen! Vielen Dank dafür!!!!

Zeitig um 03:00 Früh (ja ehrlich!!!!) stehen wir mit frischem Kaffee in der Termoskanne, Campingsessel, Mamas Weihnachtskekse und Gitarre inkl. Liedertexte vor den Türen der mauretanischen Botschaft. Und wir waren nicht die einzigen!!! Also mit Gitarre und Keksen schon - es waren auch schon andere da, die Tage zuvor nicht dran gekommen sind. Dann begann ein "Parkwächter" (keine Ahnung wer das wirklich war) eine Liste zu schreiben, mit den Namen drauf. Wir waren Nr. 19-24 auf der Liste. Das war gut! Diese Liste wurde dann ab 7:00 Früh - weil der Parkwächter jetzt nachhause ging - von einem Spanier weitergeführt, der sich darum kümmerte, dass alle nach der Reihe dran kommen. Das muss man sich mal vorstellen - Selbstverwaltung par excellence. Die Botschaft kümmert sich darum nicht, wer wann und wie lange schon da ist! Letzte Woche soll es anscheinend desswegen in der Botschaft zu Ausschreitungen gekommen sein - und auch zu Handgreiflichkeiten! Ein Wahnsinn!

 Um 8:00, als die Botschaft ihre Türen öffnete, waren bereits über 80 Leute auf der Liste. Das aufstehen hat sich also mehr als gelohnt für uns - um 9:00 haben wir alle unsere Anträge abgegeben und konnten jetzt nochmal schlafen gehen. Um 15:00 Nachmittag konnten wir unsere Visa für Mauretanien dann abholen. Von 1.1. - 31.1. haben wir nun Zeit, durch Mauretanien zu fahren!


Das Warten vor der Botschaft (von 03:00 Früh - 09:00 VM) verbringen wir mit Hilfe von Kaffee + Keksen mit Singen und Kartenspielen! In so guter Gesellschaft vergeht die Zeit auch relativ flott!


Die Gruppe hat sich erweitert - Abenteuer Westafrika mit Oliver, Till, Deborah, Moi et René!

Und unsere Reise kann weitergehen - Das Visum für Mauretanien

06.12.2012

Wir sagen euch an - den lieben Advent

In Foum Zguid haben wir noch 3 Tage verbracht. Eigentlich wollten wir schon früher los, wir waren jedoch in so guter Gesellschaft - da viel uns der Abschied sehr schwer. Einen Tag nach Ankunft in Foum Zguid erweiterte sich nämlich unsere Gruppe um einen Steyr-LKW mit den beiden Deutschen Andreas und Tina. Wir verbringen 2 sehr schöne entspannte Tage zusammen, es wird gemeinsam gegessen, getrunken und gefachsimpelt über LKW-Ausbauten.
Andreas hat sich seinen Steyr + Aufbau auch komplett selber gebaut - ein imposantes Werk!

Leider müssen wir uns irgendwann doch von den beiden Teams verabschieden und so trennen sich unsere Wege dann am 2. Dezember, dem 1. Advent!
Das Magirus-Team fährt Richtung Tata, das Steyr-Team treffen wir später wieder in Taliouine :D

Wie auch beim Magirus-Team (www.flug-rost.de) einige Troubles nach unserer Trennung aufkommen, verlässt uns ebenso das Glück für kurze Zeit: In Foum Zguid dachten wir uns, wir nehmen den kürzesten Weg nach Norden - also über den Pass (Tizni Tichka) nach Marrakech.
Da es im Atlas Gebirge schon geschneit hat, erkundigen wir uns vorher noch, ob der Pass auch befahrbar sei. Man versicherte uns, dass man ihn während des Tages fahren kann, da die Sonne kräftig genug ist und das Eis auf der Straße schmelzen lässt.
So verbringen wir den ganzen 1. Advent mit Fahren und planlos wie wir nun einmal sind (es heißt ja ABENTEUER Westafrika) machen wir uns keine Gedanken darüber, wo wir die Nacht verbringen - wird scho was daherkommen.

 Malin & David aus Spanien mit ihrem VW T3



 Nach Tazenakt hat man bereits einen traumhaften Ausblick auf die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas!




Als es dann dunkel wurde, und wir nach zwei Stunden noch keinen passenden Platz zum schlafen gefunden haben - wir waren aber schon an der Schneegrenze auf 1800 m angelangt - müssen wir wohl oder übel die Nacht in Eiseskälte am Pass verbringen.
Renes Heizung will erst gar nicht laufen - wir beschließen nicht einzuheizen und packen uns lieber warm ein. Vor dem Einschlafen denk ich noch daran, wie sich wohl der Diesel hier mit der Eiseskälte vertragen wird!!! Als wir in der Früh aufwachen, waren die Fenster Eis bedeckt. Es war echt saukalt und wir schalten unsere Gasheizung ein...
Während Till Kaffee für uns macht (das macht er jeden Morgen) bleib ich noch im Bett liegen - ist ja viel wärmer hier! Nach ungefähr 10 min überkommt mich dann ein flaues Gefühl, mir wird schlecht und ich bekomme auf einmal fürchterliche Kopfschmerzen. Ich stehe auf - muss mich aber gleich wieder auf den Boden hocken, denn mir wird schwarz vor Augen. Till ebenfalls. Gut dass er gleich schaltet und das Gas abdreht, alle Fenster und Türen aufreisst und mich nach draußen bringt! Frischluft! War wohl durch die Heizung und gleichzeitigem Kaffeekochen ein Sauerstoffmangel in der Kabine entstanden...
Nochmal Glück gehabt, würd ich sagen!
Nachdem wir uns von dem Schock erholt haben, wollen wir nur noch runter vom Pass - nachdem auch der LKW nicht anspringen wollte (Sommerdiesel + kälte = no good) und Till mit Rene die Filter säubern musste!
Runter vom Pass bedeutet aber auch einen ca. 400 km Umweg nach Marrakech!!!
Über Taliouine und Agadir gehts direkt nach Marrakech - eine Nacht dort und schnell über die A7 nach Casablanca...

Casablanca: eine große Stadt, darüber eine große Smogwolke, Slums neben Villenviertel, viele Ausländer, die hier arbeiten und viele Marokkaner, die hier versuchen ihr Geld zu verdienen. Und der Verkehr: ein kaum zu übertreffendes afrikanisches Chaos!!!
Casablanca ist aber auch die Zentrale aller Firmen - hier bekommt man alles. Und hier ist auch eine große Mercedes-Werkstätte, wo wir unseren Schlumpf mal durchchecken lassen wollen.
Da der einzige Campingplatz in der Stadt geschlossen ist und es hier eindeutig zu gefährlich ist wild zu campen, müssen wir die Nacht 30 km außerhalb verbringen.

Graffiti in Casa

Heute, am Tag des Nikolauses warten wir nun schon seit 4 Stunden auf die Schlumpf-Überprüfung. Dafür werden wir äußerst freundlich behandelt. Uns wird die gesamte Firma gezeigt und eine Bürodame erkundigt sich sogar nach unseren Reifen! Am Sonntag werden wir dann endlich nach Rabat fahren, um Oliver & Deborah abzuholen um gemeinsam das Visum für Mauretanien zu beantragen! Die beiden haben sich dazu entschieden, mit uns weiter in den Senegal zu reisen! Wir freuen uns schon wahnsinnig auf die zwei! Während ich hier schreibe, liegt bereits ein Mechaniker unter Schlumpfs Arsch... :D


Fazit: Überprüfung mit Ausgezeichnet bestanden!!!
Nur ein Mercedes ist ein Mercedes!!!



30.11.2012

Desert Blues - Klappe die 2te

Am 21. November erreichen wir Zagora - zum 2. Mal.
Rene will gleich mal in die Werkstatt, während Till und ich einen Campingplatz suchen und Einkäufe erledigen. Am Campingplatz trauen wir unseren Augen nicht: 3 weitere LKWs stehen bereits hier: Till freut sich, dass seine Wünsche ans Universum endlich erfüllt wurden. Gleich werden Fahrzeug- und Reiseinfos ausgetauscht und wir fühlen uns wieder sehr bestätigt in unserem Vorhaben. Zwei von ihnen haben ebenfalls eine längere Afrikatour vor (bis Kapstadt).
Am Abend kommt Rene geschlaucht von der Werkstatt wieder - Fazit: 6000 DH für einen kompletten Tag Arbeit (neue Federn, neue Bremsen auf allen Seiten, neue Dichtungen) Jedoch hat sein Mechaniker schon wieder was entdeckt. Also wird er morgen nochmal hinfahren müssen.

Till beweist heute sein Händlertalent und kauft ein Souvenir statt um 450 DH (bei diesen Preisvorstellungen kann man sich ein Lachen einfach nicht verkneifen) um 100 DH. Dafür waren wir auch über eine Stunde in diesem Berberladen und haben eine Kanne Tee getrunken (beim Einkaufen im Berberladen wird man immer zum Tee eingeladen). In Marokko sagt man, umso länger ein Geschäft dauert, umso besser war das Geschäft für beide und umso zufriedener sind alle. Unser Gefühl sagt uns aber, dass wir noch immer weit zu viel ausgegeben haben - 10 Euro sind in Marokko eine Menge Geld wenn man bedenkt, dass hier ein Durchschnittseinkommen bei ca. 150 Euro/Monat liegt.

Am zweiten Tag füllt sich der Campingplatz in Zagora mit weiteren LKWs - Till muss weinen vor Glück! :D Zum Ersten Mal erleben wir in Marokko dass mehr LKWs als Joghurtbecher auf einem Platz stehen. Darunter ein Magirus (BJ 1964), die Regensburger Julia & Sebastian und ihr Hund Tatra - wir verstehen uns auf Anhieb und darum beschließen wir auch gemeinsam die Piste zum Erg Chegaga, über den Lac Irici zu fahren, die wir bereits vor einem Monat schon gefahren sind. (Diesmal sparen wir uns aber die elendige Steinpassage) Da wir sowieso keine Pläne für die nächsten Tage haben, freuen wir uns auf dieses gemeinsame Sandspiel-Abenteuer...

Bevor es auf die Piste geht, decken wir uns noch ordentlich mit Lebensmittel für die kommende Woche ein. Am Sonntag ist Markttag in Zagora - gute Gelegenheit um billig einzukaufen!
Am selben Tag fahren wir dann auch noch nach M'Hamid, wo wir noch eine Nacht am Campingplatz verbringen um am nächsten Tag früh auf die Piste fahren zu können.
Es folgen 4 wunderschöne, abenteuerliche, gemütliche und ereignisreiche Tage in der Wüste...
Am 29. November (Happy Birthday, liebe Mama) endet die Piste in Foum Zguid, wo wir nun unsere Fahrzeuge wieder vom Sand befreien, Vorräte und Gas auffüllen und uns etwas entspannen.

Foum Zguid: km: 26.596

Am Campingplatz in Zagora - Gitarre&Gesang mit Mustafa
Landy und die Werkstatt - unter dem Titel: "Ralley PARIS-GARAGE"

Souk in Zagora - Großeinkauf
Zagora - M'Hamid
M'Hamid

Ein Naturphänomen "Der Hof des Mondes"

Spielereien mit der Belichtungszeit unserer Kamera

Pisteneingang - hier treffen wir auch die anderen wieder

Sandspielen



Julia & Sebi: http://www.flug-rost.de/ 


 Nachtlager 

Julia, Till, Sebi, Tatra & Rene


schon etwas dekatent
Die Dünen des Erg Chegaga (300m)

Fahrtraining des russischen Ralley Dakar Teams am Erg Chegaga: Eine 950 PS Maschine mit 16 liter Hubraum!!!!!!



YMCA

Nachtlager
Steinwüste nähe der algerischen Grenze 

Militär bei der Arbeit

Mondsprung

Sonnenuntergang in der Steppen-Wüste

 Gasbefüllung auf afrikanisch