"Man reist nicht nur um anzukommen,
sondern vor allem, um unterwegs zu sein."

(Goethe)

26.09.2014

Albanien - Das Finale

Auch die schönste Reise hat ein Ende. . .
In diesem Sinne machen wir uns - wenn auch langsam - auf den Weg nach Norden. Jetzt liegen noch ziemlich genau 1500 km vor uns...
Diesesmal fahren wir die Küste Albaniens über den "Liogora-Pass" nach Norden, machen noch einen Abstecher nach Shkoder und reisen an der Küste in Montenegro ein, fahren ebenfalls an der Küste entlang, durch das Land, bis nach Kroatien, dort noch ein letztes Mal im Meer baden, dann gehts aber auch schon voulet ab Split über die Autobahn, über Zagreb und Graz nach Hirschstein.


nochmal ein Traum-schlafplatz an einem Traumstrand, im Hintergrund geht die Passstraße, vom Liogora-Pass hoch.


der Strand vorm Liogora Pass

Liogora Pass auf 1050 Höhenmeter


Naturschutzgebiet Liogora

nach dem Pass - Vlore
nochmal ein wunderschöner Schlafplatz, am Kap Zvernec

Sandstein

Naturschönheiten - Skulpturen im Sandstein

unser lauschiges Plätzchen am Kap


die Altstadt Shkoders




Kirchturm und Minarett auf einem Bild - auch das gibt es!

Dörfchen an der südlichsten Küste Kroatiens

beim Vorbeifahren noch ein Schmankerl: Die Altstadt von  Dubrovnik


ein letzter Sprung ins kühle Nass

Roots & Culture

So eine Woche an den schönsten Stränden Griechenlands rumliegen kann auch schnell fad werden... vorallem wird dem Till schon ganz langweilig... ;)

Aber wir wollten ja sowieso Albanien bereisen, also fahren wir am 18.9 wieder zurück ...
und zwar  ohne irgendeinen konkreten Plan... zieht es unsnach Butrint, die größte Ausgrabungsstätte Albaniens. Aber damit wir dorthin kommen müssen wir ein kleines Stück Wasser mit einer sogenannten Fähre überqueren, die lediglich aus ein paar alten Brettern besteht und ziemlich mieselsichtig ausschaut. Wir überlegen schon eine Zeit lang, ob wir uns mit unserem 9-Tonnen-Gefährt da drauf wagen sollen. Aber den Umweg auf der Straße zu fahren freut uns schon gar nicht...
Was noch dafür spricht ist, dass der Fähre-Mann uns versichert:  kein Problem - dabei deutend mit seinen Fingern die Zahl 13 ( nach der Frage, wieviel denn unser LKW wiegt) Aber er meint dann schon auch, wir sollten dann doch lieber alleine auf die Fähre, keinen anderen Fahrzeuge!

Also, wohl ist uns nicht - aber unser Ticket! ist gekauft ( 10 Euro für diese Angst-Überwasserfahrt)
Uff... also rauf auf die paar zusammengenagelten Bretter... Ich wollte eigentlich filmen und fotografieren, aber vor lauter Angst war ich wie gelähmt. Als wir mit unserer Vorderachse auf der "Fähre" standen, gab diese einen gefühlten Meter nach, die Bretter knarschten und als wir dann mit dem gesamten Gewicht drauf waren, kam es mir so vor, als würde das Wasser schon etwas raufschwappen. Ich wagte es nicht, auch nur einen Blick aus dem Fenster an die  Seite zu werfen - es reichte als ich in das Gesicht einer Frau blickte, die vor dem LKW stand, sich bekreuzigte und sich dann die Hand vor den Mund hält.
In meinem Augenwinkel sehe ich, wie Till das gleich tut. 
Ich überlege mir schon, wie ich aus dem LKW-Fenster schwimme, falls wir untergehen sollten und ob ich dabei noch irgendwas von unseren Sachen retten sollte?

Die Übefahrt kommt mir eine halbe  Ewigkeit vor - es waren wahrscheinlich nicht mal 5 Minuten. Aber das hat gereicht meinen ganzen Geist & Körper mit Adrenalin vollzupumpen. Meine Hände Zittern. Till geht es ähnlich - bewunderswert, dass er da noch  fahren kann.
Schlussendlich haben wir die Überfahrt überlebt und nach einer kurzen Pause stürzen wir uns ins Stein-Gewühl der Ausgrabungsstätte.
In Butrint hinterließen zahlreiche Kulturen ihre Spuren. Zuerst die Griechen, dann die Römer,  später die Venezianer und Osmanen. Butrint ist ein UNESCO Weltkulturerbe und das ganze Areal ist 4 Hektar groß. Teilweise sind die Bauwerke noch gut zu erkennen - very interesting place ;)



dieses Wasser gilt es mit der Fähre zu überqueren.

und hier ist sie: dieser Bretterverschlag sollte unsere 9 Tonnen nach Butrint bringen?

Ruinenstadt zahlreicher Kulturen:  Butrint



was dieses Baumgesicht wohl schon alles gesehen hat?

 Noch am selben Tag fahren wir in den nächsten Ort, Ksamil. Hier,  an der Südküste Albaniens ist  bereits vieles "vertouristiziert" - die Küste ist ziemlich verbaut, viele Hotelkomplexe wachsen wie Schimmel aus der Erde. Es gibt wenige freie Plätzchen, wo man noch zum Meer kann und dort seine heilige Ruhe hat. Also, von schön kan hier leider keine Rede sein. Es wird gebaut und gebaut und gebaut, ein Hotelbunker nach dem anderen - da sind mir Envers H. Bunker in der Gegend gleich viel lieber anzusehen. Heute beschließen wir für eine Nacht einen Campingplatz anzufahren und uns mal wieder ausgiebigst zu waschen und die gute Infrastruktur zu nützen. 

Am darauffolgenden Tag verlassen wir den Touristenort Ksamil und fahren etwas Richtung Berge, zum Blauen Auge, dem Syri i Kalter, eine sogenannte Karstquelle.
Das Wasser tritt unter hohem Druck aus einem Quelltopf (= ein Loch im Boden) hervor, dessen genaue Tiefe noch nicht erkundet werden konnte. Die Temperatur beträgt genau 12,75 °C. brrrrrr.
Vor dem Hintergrund des hellen Kalksteins hat das Wasser im Sonnenlicht eine tiefblaue Farbe, die ihr auch den Namen verleiht.


waaas? kälter als die Aist? Das kann ich kaum glauben




Zum Schlafen bevorzugen wir wieder eine einsame Bucht - abseits der touristischen Trampelpfade.



albanischer Baustil.


Einige km entfernt unternehmen wir am nächsten Tag eine kleine Wanderung zu einer Burgruine in Borsh.


Enver Hoxers (Albaniens Diktator bis 1985) Schwammerl-Bunker  - findet man in ganz Albanien - 740.000 ließ der Diktator damals bauen.

Die Burgruine in Borsh


umgeben von einer idyllischen Berglandschaft

ein Schaf wird in Albanien noch vor dem Haus geschlachtet.


22.09.2014

Griechischer Wein, Feta, Oliven & Co.


Nach dem ganzen Pistenfahren und Kulturprogramm brauch ich jetzt aber wirklich mal Sonne am Hintern und Sand auf den Füßen. Und da wir schon mal an der griechischen Grenze sind,  machen wir einen Abstecher an die Westküste Griechenlands, wo Traumbuchten auf uns warten sollen. Aber vorher müssen wir noch bei „Gliki“ vorbei (auch ein Tip von Markus) und uns die Acheron Springs anschauen. Auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir finden einen wunderschönen Stellplatz direkt am Fluss und treffen dort auch auf andere Overlander. Am Weg haben wir uns noch Feta, griechischen Rotwein, Olivenöl und Oliven besorgt, sodass wir unseren ersten griechischen Salat selbst zubereiten. 

Natürlich wandern wir auch durch die wahnsinns-schöne-Kitschige Schlucht der Acheron Springs, durch den türkis-blauen Fluss. Ca. 2 km in Badekleidung durch eiskaltes Wasser – Schwimmpassagen inkludiert. 

Die restliche Woche verbringen wir an der Küste Griechenlands mit Baden an den traumhaftesten Traumstränden, stehen meist einsam in einer Bucht und genießen unsere Zeit mit Wein und Feta.
 
Acheron Springs



Flusswanderung mit Schwimmpassagen


Regenbogen nach einem Mega-Gewitter

Unser erster Stellplatz direkt am Strand -  an der Westküste  in Ammoudia

Auf der Insel Lefkas - wie in der Karibik


absoluter Traumplatz - dieser Kiesstrand nur für uns alleine ;)



Hin und wieder schaut auch mal wer rein zu uns



Flamingos auf Lefkas

Traumbucht in der Nähe von Parga