Nach vier sehr
entspannten, ruhigen und klimatisch angenehmen Tagen in der Zebrabar fahren wir am frühen Morgen (06:00!!) des 7.
Mai weiter.
In St. Louis arbeitet die
Polizei immer sehr motiviert, allerdings nicht um diese Uhrzeit, so kommen wir
schnell und gratis durch die Stadt. Nach einer Stunde erreichen wir die Grenze
zu Mauretanien am Staudamm in Diama. Komplett gemütlich und in kurzer Zeit
erledigen wir alle Formalitäten, allerdings ist im Senegal nix gratis denn wir
bezahlen selbst bei der Ausreise
(in keinem anderen Land haben wir sonst bei der Ausreise bezahlt!!) insgesamt
4000 CFA (Brückenzoll). Dafür fallen wir dieses Mal nicht mehr auf die „Stempelgebühr“ von 10 € hinein, welche
wir bei der Einreise noch unwissend bezahlt haben. Till lässt dem Polizisten
wissen, dass eine Bezahlung ohne Bestätigung Korruption ist und das ist
illegal. Somit hatte sich das auch ganz schnell wieder erledigt. Au Revoir
korrupter Senegal!!!
Auf mauretanischer Seite
gings auch nicht gratis: Ingesamt 46 € für das passavant, die
Scheinversicherung, den Eintritt für den Nationalpark indem die Piste verläuft
und die Taxe communal. Dafür werden wir beim Abschließen der Versicherung zum Tee
eingeladen. Jaja, die Araber und ihr Tee. Das gefällt uns.
Nach den Grenzformalitäten
beginnt nun die Staudammpiste durch den Nationalpark. Rund 100 km auf
abschnittsweise richtig üblem Wellblech, sodass die 10 liter Trinkwasser
Kanister im Wohnaufbau herumkugeln, den Wasserhahn dabei einschalten (der bei
uns durch einen Kippschalter mit dem Fuß zu betätigen ist) und eine
Überschwemmung sondergleichen anrichten. Normalerweise wäre das Wasser ja
einfach in der Spüle abgelaufen – aber nicht heute. Ich hab nämlich vor der
mauretanischen Grenze noch unseren Korn-Schnaps ausgeleert (strenges
Alkoholverbot in Mauretanien) und dann den Stöpsel in der Spüle zugemacht,
damit die Zöllner den Schnaps nicht riechen können. So und jetzt war dieser
Stöpsel zu und das Wasser konnte ungehindert die Spüle füllen, dann sich seinen
Weg über die ganze Kücheneinrichtung, in jeder Ritze, runter über den Herd zum
Boden suchen und eine Sauerei im ganzen Wohnaufbau anrichten. Tja. Nur gut dass
wir das noch bemerkt haben, bevor der Wassertank sich komplett entleeren
konnte.– Murphey’s Law!
An jenem Tag fahren wir
insgesamt noch 600 km bis wir den Polizeiposten in Chomi erreicht haben und
dort todmüde ins Bett fallen.
Am nächsten Tag geht’s
auch schon früh wieder weiter und wir schaffen auch noch die Grenze zu Marokko.
In 2 Tagen Mauretanien! ;)
Und diese Grenze, was soll
ich sagen... Nicht korrupt wie in den anderen Staaten dafür umso komplizierter
und langwieriger. In 5 Registern muss man sich hier eintragen lassen, Stempel
im Pass für Person und noch mal fürs Fahrzeug und dann auch noch einen Zettel
dort und einen Stempel hier für den Fahrzeugscanner, warten und anstellen in
einer Reihe, die es nicht gibt – denn die Araber hassen sich hinten
anzustellen. Insgesamt brauchen wir weit über 2 Stunden hier. Die Grenze lässt
einem deutlich erkennen, dass sich hier das Tor zu Europa befindet...
80 km nach der Grenze
biegen wir dann in Richtung Küste ab und finden ein abgelegenes Fischerdorf mit
einem Marinestützpunkt. Wir fragen die Leute dort, ob wir irgendwo im Dorf
übernachten dürfen. Sie zeigen sich unwahrscheinlich gastfreundlich, bieten uns
an, hier so lange zu stehen wie wir wollen. Später bekommen wir noch eine
Einladung zum Tee und man will uns sogar frische Langusten SCHENKEN! Ein
Traumplätzchen fanden wir hier - mit Blick auf die Bucht und den Sandstrand.
Am nächsten Tag konnte ich
wieder mal ausschlafen (7:30!!!) und nach einem Luxusfrühstück mit Jamila und
Flan (für Marokkoinsider) unternehmen wir noch einen Strandspaziergang bevor
wir Richtung Dakhla aufbrechen.
Was unseren blinden Passagier betrifft: Sie/Er/Es dürfte irgendwo vor St. Louis ausgestiegen sein. Unsere Kartoffel bleiben seitdem unberührt und wir finden auch keine Scheissehaufen mehr. Inshalla!
Was unseren blinden Passagier betrifft: Sie/Er/Es dürfte irgendwo vor St. Louis ausgestiegen sein. Unsere Kartoffel bleiben seitdem unberührt und wir finden auch keine Scheissehaufen mehr. Inshalla!
| Die Senegalesen, immer zum Scherzen aufgelegt ;) Der Bus steht nicht - der fährt!!! |
| Frag mich, was die da auf dem Auto sucht? |
| Achtung Pumba! |
| Piste nach der Grenze in Mauretanien |
| Wüstendorf |
| Wüstenlandschaft in der Westsahara |
| unser Stellplatz im Fischerdorf |


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