Zeitgleich
zur echten "Tour de France" touren nun auch wir in Frankreich herum.
Ende Juni verabschieden wir uns von Sebastian und seinem Hund Finn, die wir in Ajo am Strand kennenlernten, und fahren an der Küste rauf nach Frankreich.
Das
Navigieren ist ein kleines Desaster auf dieser Strecke. Wir wollen auf jeden
Fall die Autobahn (kostenpflichtig und nicht billig) vermeiden und die
Nationalstraße nehmen. Soll ja eigentlich nicht so schwer sein aber bei so
vielen Straßen wie es in Europa der Fall ist, ist das Navigieren ganz schön
anspruchsvoll. Jedenfalls irren wir in Donostia S. Sebastian herum auf der
Suche nach der N1. Irgendwann landen wir dann doch auf der Autobahn - erstmal
in die falsche Richtung – ab- und wieder aufgefahren geht’s in die richtige
Richtung, drauf geschissen fahren wir jetzt ein Stück mal raus aus der Stadt
und hoffen drauf dass das Chaos in Frankreich besser wird. Für nicht mal 30 km
bezahlen wir über 10 Euro. In Frankreich ist die Nationalstraße zwar leicht zu
finden aber eigentlich gesperrt für über 7 Tonnen. Wieder drauf geschissen. Wir
möchten jetzt endlich ein Stück weiter kommen und zu unserem Stellplatz nach
Hossegor... In Frankreich gibt es solche Stellplätze für Wohnmobile, an denen man als Alternative zu teuren Campingplätzen stehen kann, manchmal gratis, manchmal um 8-10 Euro. Dafür hat man Wasser und manchmal Toiletten. Nicht ganz billig aber wildcampen ist nicht mehr ganz so einfach jetzt. In Hossegor treffen wir
wieder mal auf ein paar junge Leute.
Von
Hossegor geht’s zuerst weiter nach St. Eulalie am See und dann wieder an die Küste, an den
plage la laguna, wo wir (wie gewohnt) gratis und direkt am Strand stehen.
An
der Küste verbringen wir noch einige Tage, rammen dann noch einen spanischen
Mietwagen mit ukrainischer Familie auf Urlaub (nix passiert außer kaputtes Nervenkostüm bei manchen Beteiligten, Lackschaden am
Auto und Versicherungstrallallaaaa), fahren weiter über die berühmte „rue de
vin“ in der Gegend von Bordeaux nach R.S.Estephe, La Rochefoucauld und in das
wunderhübsche Dörfchen Bellac.
Traumhafte
Gegenden, bezaubernde Ortschaften, umwerfende Schlösser und sehr sehr nette
Menschen (Ausnahmen sind eine lustige Abwechslung)
Das
Angebot in den Supermärkten Frankreichs ist noch mal um einiges reicher als in
Spanien und Portugal. An jeder Ecke gibt es einen Super oder Hyper U, einen
Intermarché, einen Lidl oder Aldi, etc. etc. etc. Beim Einkaufen brauchen wir
jedes Mal eine Ewigkeit und sind komplett überfordert mit dieser Auswahl. Es
ist schon fast eine Qual mit diesem Sortiment. In Afrika war das noch einfach:
Brot oder kein Brot. Milchpulver oder überhaupt keine Milch, Gemüse, was grad
verfügbar war...
| Skimboarden in Spanien |
| Wanderung zum Leuchtturm |
| Carmen will nicht mehr wandern... |
| Leuchtturm in Ajo/Spanien |
| endlich haben wir sie gefunden, die Nationalstraße nach Frankreich |
| Stellplatz am plage la laguna |
| Die Düne von Pyla - ganz schön beschwerlich die Besteigung |
| Route de vin in Bordeaux |
| R.S.Estephe |
| chateau La Rochefoucould |
| Kirche im gleichnamigen Ort La Rochefoucould |
| Bellac |
Nach einer Nacht in Bellac fahren wir weiter nach Digoin an der Loire. Dort gibt es zwischen Baustelle und Kinderspielplatz einen gratis Stellplatz mit Blick auf die schöne Loire. Am Abend wird noch etwas herumspaziert. Zufällig spielt eine Band, die französische Lieder trällert - direkt an der Loire unter Bäumen. Eine Weile sitzen wir hier und lauschen der Musik. Als wir nächsten Tag erwachen, findet ein Flohmarkt am Platz neben dem Stellplatz statt. Supertoll. Während Till laufen geht, stöbere ich zwischen französischen Kinderbüchern, muffeliger Kleidung und altem Porzellan.
Am Nachmittag fahren wir mit geleihten Fahrrädern am Canal à la Loire entlang, ein herrlicher Radweg.
Als wir schon wieder am Rückweg waren (weil uns der Hunger vorantrieb), passierte es dann: Beim Nebeneinander fahren, verhakte ich irgendwie mit meinem Lenker in Tills Bremse und wir konnten die Räder nicht mehr voneinander lösen. Jedenfalls nicht so, dass wir nicht stürzten.... Ich landete mit dem Kopf und der Schulter voran am Asphalt, Till auf mir, das Rad unter mir. Das tat ordentlich weh. Mir war etwas schwindelig und meine Schulter radiert. Naja, wir fuhren zurück und ich ruhte mich ein wenig aus. Wahrscheinlich eine leichte Gehirnerschütterung.
Am nächsten Tag war die Wäsche trocken und mein Kopf brummte... Wir fuhren weiter nach Remigny, etwas südlich von Dijon, in der Provinz Bourgogne, wo es mehrere Klettergebiete gibt. Das Gebiet war etwas schwierig zu finden, aber wir haben uns durchgefragt und den Platz dann doch noch gefunden. Ein supertolles Klettergebiet und ein lauschiger Stellplatz davor. Perfekt.
Am Abend gesellen sich auch zwei Deutsche mit ihrem VW-Bus neben uns. Chris und Jörg, die auch gerade von einer 1-jährigen Asienreise zurückgekommen sind. Wir finden sofort ein gemeinsames Gesprächsthema und sitzen bis nach Mitternacht, trinken dabei 3 Flaschen Wein und kommen fast nicht mehr aus dem Reden raus.
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