"Man reist nicht nur um anzukommen,
sondern vor allem, um unterwegs zu sein."

(Goethe)

20.02.2013

Karneval in Kafountine


Am 10. Februar erreichen wir nach 8 stündiger Fahrt am Abend Kafountine. Eigentlich können wir mit unseren Fahrzeugen beim Campement von Tilly Boo (der Name einer Trommelband) stehen, wo auch Doris schläft, doch der Weg dorthin lässt sich mit unserem Schlumpf leider nicht bewältigen. Alles ist so derartig verwachsen, dass wir wegen unserer Höhe Probleme bekommen. Für Lady Landy kein Problem. Ein Bekannter von Doris bot uns an, dass wir die Nacht auf seinem Grundstück stehen können. Weil es schon dunkel war, nahmen wir das Angebot dankend an. Am nächsten Tag suchen wir uns einen anderen Stellplatz, auf einem Grundstück eines Franzosen können wir die nächsten Tage verbringen.
Am Abend des 11. Februar besuchen wir alle zusammen den Karneval in Kafountine. Der Karneval wird hier über Tage gefeiert. Jeden Tag gibt es ein Programm: Tänze, Konzerte, Workshops uvm. Wir besuchen ein besonderes Konzert, zudem wohl der ganze Ort kommt. Der berühmteste „Kora“-Spieler Westafrikas – er kommt aus Gambia - spielt an diesem Abend mit seiner Band. Die Stimmung war großartig – alle tanzten auf der Bühne und konnten sich kaum halten vor Begeisterung über ihren Star. Bei Till und mir hielt sich die Begeisterung jedoch in Grenzen, sodass wir schon um Mitternacht wieder heimfuhren. Apropos heimfahren: Die ca. 2 km Sand-Piste vom Ortszentrum zu unserem LKW fahren wir immer mit unserem Moped – wäre viel zu kompliziert jedes Mal den LKW zusammenzupacken. Die Heimfahrt im Dunklen ist besonders spannend wenn man kein Licht am Moped hat und sich den Weg mit Stirnlampen ausleuchtet, zudem es stellenweise richtig tiefen Sand gibt. Ist schon lustig! J
Der nächste Tag verläuft nicht so glücklich für uns: Unsere beiden Campingsessel brechen heute zusammen und das Moped lässt sich nicht mehr starten.
Mit Lady Landy bringen wir es in eine Mopedwerkstätte, wo es um umgerechnet 8 Euro repariert wird. An den ständigen Sand ist unser Österreich-Puch wohl nicht gewöhnt.
Wir verbringen noch ein paar Tage in Kafountine und brechen dann am 15. Februar auf nach Abéné, wo wir uns die heiligen Bäume ansehen wollen. Die heiligen Bäume waren ursprünglich 6 Bäume, die mittlerweile auf einen riesen riesen Baum zusammengewachsen sind. So einen riesigen Baum haben wir noch nie zuvor gesehen. Natürlich bleiben wir an diesem Platz nicht lange ungesehen. Einige Frauen wollen Geld (quelle surprise?), damit sie für uns beten können...
Diese Nacht können wir gratis auf einem Fußballplatz stehen.
Nächsten Tag fahren wir nur wenige km weiter nach Niafurang. Auch hier kämpfen wir uns mit dem LKW wieder durch verwachsene Pisten zum Campingplatz zweier Holländer, wo wir die nächsten 2 Tage bleiben, bevor wir nach Ziguinchor weiterfahren.


Kafountine


Im Fischerdorf bauen sie diese riesen Piroguen mit der Hand

Die Fischer kommen zum Strand und geben die frischen Fische ab, die dann dort am Markt verkauft werden - ein riesiges Treiben


dieser Fisch wird zum trocknen in der Sonne aufgelegt





Faschingsumzug in Kafountine


Konzert des berühmten Kora Spielers

Essen mit Doris und Margit


der heilige Baum in Abéné


In Niafourang



Camping in Niafourang

Schlumpf kämpft sich durch den Dschungel - Carmen muss Äste hochhalten!







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